Samstag, 11. Oktober 2014

Dreierlei Za’atar: Gebackener Kürbisstampf, scharf angebratener Tofu und Tomatensalsa

Za'atar
 Als ich vor einigen Jahren in Ägypten zum ersten Mal ein mit Za’atar gewürztes Fladenbrot (Man’oushe) kostete, verliebte ich mich gleich in den aussergewöhnlichen Geschmack. Das Brot verführte mich mit seiner säuerlich würzigen Note, die es den getrockneten und gemahlenen Früchten des Essigbaums (Sumach) und des wilden arabischen Thymians zu verdanken hat. Doch auch der geröstete Sesam und das Olivenöl mit der die Gewürzmischung angerührt wurde, trugen ihren Teil dazu bei, dass ich Jahre später noch ins Schwärmen gerate, sobald ich nur einen Gedanken an diese köstliche Speise verliere. Ich war schon in etlichen türkischen und arabischen Feinkostläden um dieses sagenumwobene Za’atargewürz zu kaufen und es in meiner Küche verwenden zu können. Es ist nicht so, dass ich das Gewürz nirgends finden konnte, der Haken war nur, dass alle eine andere Zutatenliste hatten und was mich am meisten störte, jedes einzelne war mit irgendwelchen unnötigen Geschmacksverstärkern oder Farbstoffen versehen. Also entschied ich mich dazu, mir mein Za’atar einmal, wenn ich Zeit habe, selbst zu kreieren. Doch irgendwie ergab sich die Zeit nie. Ich habe inzwischen viele andere Gewürzmischungen zusammengestellt, nur nie ein Za’atar - bis gestern. Gestern kam endlich der Tag, an dem ich mir mein Za’atar zubereitete und ich kann Euch sagen, als ich es kostete, fühlte ich mich zurück nach Ägypten versetzt. Hätte ich gewusst, wie einfach es zu machen ist und wie gut es schmeckt, hätte ich sicherlich nicht so lange gewartet und wäre auch nicht von Laden zu Laden gerannt, um diese dann doch immer wieder mit leeren Händen zu verlassen.


Für die Za'atar-Gewürzmischung
1 EL getrockneter Thymian
1 TL getrockneter Oregano
2 TL Sumach (gibt es in türkischen Feinkostläden)
½ TL grobes Meersalz
1 EL Sesam

Den Sesam in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett goldbraun rösten und zur Seite stellen. Dann Thymian, Oregano, Sumach und Meersalz im Mörser zerkleinern und mit dem Sesam in ein luftdichtes Gefäss geben. Hält sich trocken gelagert wie andere Gewürze einige Monate.
Wer keinen getrockneten Thymian und Oregano hat, einfach frischen nehmen und im Ofen bei 150° ca. 15 Minuten trocknen. Dabei beachten, dass sich im frischen Zustand die Menge, die man benötigt vervielfacht, denn durch das Wasser, welches beim Trocknen entzogen wird, ziehen die Kräuter sich zusammen. D.h. für einen Esslöffel getrockneten Thymian benötigt Ihr eine gute Handvoll frischen.
 

Als ich dann gestern das fertige Gewürz endlich in den Händen hielt, überlegte ich mir, was ich damit Leckeres anstellen sollte. Da ich es ja, wie ich Euch anfangs Woche erzählt habe, momentan etwas leichter angehe (zumindest versuche ich es meistens ;-)), wollte ich kein Fladenbrot machen. Es musste aber trotzdem etwas sein, dass gut mit dem Za’atar harmoniert und nicht einen zu starken Eigengeschmack hat, um dem Gewürz den richtigen Auftritt zu gewähren. Ich fand Tofu, Kürbis und Tomaten wären die richtigen Kandidaten für diese Aufgabe.

So entstand diese Za’atar Triologie:

 Mit Za'atar verfeinert: Ofenkürbisstampf, Tomatensalsa und scharf angebratener Tofu


Rezept für zwei Personen

Für den Ofenkürbis
700 g geschnittener Hokkaidokürbis
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL Olivenöl
60 ml Wasser
2 TL Za‘atar
Für die Tomatensalsa und den Tofu
2 Tomaten
1 rote Zwiebel
200 g Tofu
3 TL Za’atar
3 TL Olivenöl
grobes Meersalz
Die Zwiebel und den Knoblauch fein schneiden und in Olivenöl glasig braten, dann den Kürbis und das Wasser zufügen, salzen und auf kleiner Hitze 25 Minuten köcheln lassen. Der Kürbis sollte weich sein, aber dennoch Biss haben. Jetzt den Kürbis mit zwei Teelöffeln Za’atar würzen und in einer feuerfesten Form, bei 180°, eine halbe Stunde backen.
Inzwischen den Tofu in feine Scheiben und die Zwiebel in feine Ringe schneiden, salzen und in einem Teelöffel Olivenöl scharf anbraten. Die Tomaten fein würfeln und mit den gebratenen Zwiebelringen vermengen und mit dem groben Meersalz würzen. Nun den Za’atar mit dem übrigen Olivenöl vermengen und einen Teil der Marinade gleich zur Tomatensalsa geben.
Den gebackenen Kürbis mit der Tomatensalsa und dem Tofu anrichten. Zuletzt die restliche Za’atar-Mischung über den Tofu träufeln.
 
Keine Angst meine Lieben, das Za’atar wurde so eingesetzt, dass alle drei Komponenten dieses Gerichts eine besondere Note haben, nicht aber davon erstickt werden.

Eure Ida
 

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Orientalische Grünkohl-Bowle mit Minztofu, gerösteten Cashewkernen, Cranberries und einer Tahin-Chili-Sauce


Hallöchen meine lieben Kochfreunde

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich heute Morgen gefreut habe, als plötzlich mein Vater mit einer Kiste voll von bestem frischem knackigem Gemüse aus seinem Garten vor mir stand. Ich war so gespannt darauf, den Inhalt der Kiste zu entdecken und all das leckere Gemüse zu bestaunen, dass ich ganz vergass, meinen Vater hineinzubitten. Erst als er lauthals zu lachen begann, fiel mir auf, wie unhöflich ich doch war. Ich entschuldigte mich schnell und bot ihm einen Wiedergutmachungskaffee an. Dabei erzählte mein Vater stolz von seinem Garten. Was es da bald sonst noch alles zu ernten gebe und wie viel Arbeit das Ganze doch mache. Wie immer kamen wir dann zu dem Punkt, bei dem er mich zu überreden versuchte, ihm bei der Gartenarbeit etwas unter die Arme zu greifen. Schnell lenkte ich ab, dass er das Gemüse liefere und ich ihm im Gegenzug immer wieder kleine Köstlichkeiten zubereite. Denn Ihr müsst wissen, nach einigen gescheiterten Versuchen, mich mit dem Gärtnern anzufreunden, musste ich feststellen, dass das einfach nicht das Richtige für mich ist. Dies konnte ich meinem Vater dann mit einigen Beispielen, die meine Misserfolge gut veranschaulichten, glücklicherweise klar machen. Noch ein kurzes Versprechen, ihm am Wochenende etwas Leckeres vorbeizubringen und so gelang es mir, mich für heute endgültig aus der Affaire zu ziehen. Und für die nächste Konfrontation mit diesem für mich unangenehmen Thema, lässt sich leicht ein Essen finden, mit dem ich mein Vater ein weiteres Mal ködern kann. Denn mein Vater ist genau wie ich ein leidenschaftlicher Esser;-). Nachdem wir unseren Kaffeeplausch schliesslich beendet hatten, räumte ich mein Gemüse aus und begann gleich mit dem Kochen. Da mein Vater seine erste, von mir aber schon lange ersehnte, Grünkohlernte aus diesem Jahr mit in die Kiste packte, war es keine Frage für mich, dass ich mich als erstes diesem leckeren Gemüse annehmen musste.

Aus dem Grünkohl, den ich mit Kreuzkümmel würzte, dem in Minze gewälzten Tofu, den gerösteten Cashewnüssen, dem mit Chili verfeinerten Tahin und den getrockneten Cranberries zauberte ich eine orientalische Bowle genau nach meinem Geschmack. Durch die verschiedenen Gewürze, Konsistenzen und Geschmacksrichtungen entstand in meinem Mund bei jedem einzelnen Bissen eine wahre Geschmacksexplosion.  
orientalische Grünkohlbowle
Rezept für zwei Personen

Für den Grünkohl
300 g Grünkohl
1 Zwiebel
40 g Cranberries
1 TL Olivenöl
½ TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz
20 g Cashewkerne

Für den Minztofu
200 g Tofu
1 TL getrocknete Minze
2 TL Olivenöl
Salz
 
Für die Tahin-Chili-Sauce
2 kleine rote Chilis
20 g Tahin
3 EL Wasser
2 EL Zitronensaft
Salz
 
Den gewaschenen Grünkohl in 2 cm grosse Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser zwei Minuten blanchieren. Danach sofort in Eiswasser abschrecken, damit er seine Farbe nicht verliert. Jetzt die Zwiebel in kleine Würfel schneiden und mit einem Teelöffel Olivenöl im Wok glasig braten. Den blanchierten Grünkohl und die Cranberries dazu geben und fünf Minuten auf mittlerer Hitze anbraten. Nun noch mit dem gemahlenen Kreuzkümmel und Salz abschmecken.
Die Cashewkerne in einer beschichteten Bratpfanne (ohne Fett) anrösten.
Den Tofu in ca. 1 cm grosse Würfel schneiden, salzen und ebenfalls in einer beschichteten Bratpfanne mit einem Teelöffel Olivenöl goldbraun braten. Die getrocknete Minze über den Tofu streuen und auf kleiner Hitze kurz mitrösten.
Jetzt die Chilis klein hacken (wer es nicht so gerne scharf mag, befreit die Chilis von den Kernen) und gemeinsam mit dem Tahin, dem Zitronensaft, dem Wasser und etwas Salz zu einer feinen Sauce pürieren.
Nun den Minztofu und die gerösteten Cashewkerne zum Grünkohl geben und alles nochmals kurz erwärmen. Auf einen grossen Teller geben und mit der Tahin-Chili-Sauce servieren.

 

Mein geliebter Grünkohl, ach wie habe ich ihn nur vermisst! Umso schöner war unsere Wiedervereinigung; beim ersten Bissen wurden meine endlos langen Monate ohne ihn in Vergessenheit gedrängt. Ich verspreche Euch, Ihr werdet hier in Kürze noch viele weitere köstliche Kreationen von meinem Grünkohl und mir finden.
 
Eure Ida

Dienstag, 7. Oktober 2014

Lauwarmer Herbstsalat


Hallo ihr Lieben da draussen ;)

Ich bin wieder da mit einem neuen Rezept für Euch! Da ich immer noch mit den Nachwirkungen vom vergangenen Wochenende zu kämpfen habe (neue kleine Fettpölsterchen), möchte ich es diese Woche etwas leichter angehen und viel frisches Gemüse essen. So habe ich mich heute für einen Salat entschieden. Wenn die Temperaturen sinken, fällt es mir immer schwer genügend Salat zu essen, denn dann bevorzuge ich mein Gemüse gekocht um mich von innen aufzuwärmen. Doch rohes Gemüse ist ja so gesund und daher bin ich bei diesem Salat einen Kompromiss eingegangen. Einige Zutaten wurden kurz gekocht und die anderen habe ich roh verarbeitet. So ist aus diesem Salat ein leichter und zugleich wärmender Energielieferant geworden, der mit ganz vielen Vitaminen, gesunden Fetten und supertollem pflanzlichen Eiweiss vollgepumpt ist und darüber hinaus super zu dieser Jahreszeit passt. Mit zur Jahreszeit passend meine ich, dass die Zutaten, die ich für diesen Salat verwendet habe, typisch für den Herbst sind. Jedoch findet ihr sie in einer untypischen Form wieder. Denn die Schwarzwurzeln habe ich roh gelassen, die Feigen gebacken und für die Salatsauce verwendet und die Linsen habe ich nicht in einen mächtigen Eintopf sondern zu einer leichten Salatkomponente verwandelt. 


Gebackene Feige im Schwarzwurzelnest auf Linsengemüse
Rezept für zwei Personen
150 g Berglinsen
100 g Lauch
4 Feigen
250 g Schwarzwurzeln
2 EL dunkler Balsamico
1 EL Ahornsirup
4 TL Olivenöl
2 EL Wasser
20 g gehackte Mandeln
grobes Meersalz
Pfeffer
Zitronensaft

Als Erstes die Linsen in einem Sieb kurz abspülen und abtropfen und dann in reichlich Salzwasser während 20 Minuten bissfest kochen.
Inzwischen die Feigen waschen und vom harten Teil des Stiels befreien. Zwei der Feigen nun ca. 2cm tief kreuzweise einschneiden, mit einem Teelöffel Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen und für zehn Minuten bei 180° backen.
Für die Vinaigrette eine Feige in kleine Würfel schneiden und mit einer Gabel quetschen. Das Feigenmus mit dem Balsamico, dem Ahornsirup, dem Wasser und zwei Teelöffeln Olivenöl vermischen und zur Seite stellen.
Anschliessend den Lauch in feine Ringe schneiden und mit einem Teelöffel Olivenöl während zwei Minuten glasig braten. Die gekochten Linsen abgiessen und zum Lauch geben und auf kleiner Hitze kurz weiter braten lassen.
Nun die Schwarzwurzeln schälen und waschen. Mithilfe des Sparschälers die Schwarzwurzeln zu dünnen Streifen verarbeiten. Die Schwarzwurzelstreifen gleich in eine Wasserschüssel mit etwas Zitronensaft geben (verhindert, dass die Schwarzwurzeln braun werden).
Die Mandeln grob hacken und die vierte Feige in kleine Würfel schneiden.
Jetzt das Linsengemüse auf zwei Tellern anrichten. Aus den Schwarzwurzeln ein Nest formen und auf den Linsen platzieren. Dann je eine gebackene Feige ins „Schwarzwurzelnest“ drücken und alles mit der Feigenvinaigrette, den gehackten Mandeln und den fein geschnittenen Feigen garnieren.

Viel Spass beim Nachkochen und Geniessen ;)

Eure Ida

Montag, 6. Oktober 2014

Zweierlei Knödel an Rotwein-Zwiebelsauce mit Wurzelgemüse und Vermicelletörtchen

Hallo allerseits!

Seid Ihr alle gut in die neue Woche gestartet? Ich muss Euch sagen, bei mir haben sich übers Wochenende ganz viele neue Dinge angestaut, die ich nun Schritt für Schritt abzuarbeiten versuche. Selbstverständlich gehört da, ganz wichtig und deshalb auch fast als Erstes, ein neuer Blogeintrag für Euch dazu! Denn dieses Wochenende gab es gleich zwei Dinge zu feiern und so wurde wieder viel gekocht in Idas Häuschen;). Zum einen hatte meine älteste Schwester Anabel Geburtstag und zum anderen kam meine jüngste Schwester Diana aus ihrem zweiwöchigen Sprachaufenthalt in Frankreich endlich wieder zurück.

Feiern können wir gut und machen wir noch viel lieber, also wurde dieser Tag schon viele Wochen vorher geplant. So natürlich auch eines der wichtigsten Bestandteile eines solchen Anlasses: das Festessen! Anabel und ich kümmerten uns um die Planung und Umsetzung dieser wichtigen Aufgabe. Als Vorspeise kredenzten wir einen herbstlichen Schnittsalat mit karamellisierten Nüssen an einer Balsamicovinaigrette. Weiter ging es dann mit der Hauptspeise, die aus einem gebackenen Kürbisstampf, karamellisierten Maronen, selbstgemachtem Rotkohl, Wurzelgemüse aus dem Ofen, zweierlei Knödel an Weinsauce, Spätzle mit Röstzwiebeln und Rotweinbirnen bestand. Die Nachspeise, die aus einer Vermicelletorte, einem Zwetschgenstrudel und einem Zimteis bestand, vollendete unser herbstliches Menu. Lieber klotzen statt kleckern, war wie immer bei solchen Familienfeiern unser Motto. So konnte am Sonntag eine fast schon traditionelle "Geburtstags-After-Party" stattfinden.

Wie Ihr seht, gab es viel zu tun und so kommt es, dass ich nur einige der Bestandteile dieses Menus, fotografieren konnte. Die restlichen Komponenten werde ich in Kürze ein weiteres Mal kochen, um sie dann ohne Zeitdruck für Euch zu fotografieren.

Nun aber zu den bereits fotografierten Rezepten:



Zweierlei Knödel an Rotwein-Zwiebel-Sauce und Wurzelgemüse
 
Rezept für vier Personen

Für die Knödel
8 Semmeln (zwei Tage alt)
390 ml Sojamilch
20 g Sojamehl
2 weisse Zwiebeln
30 g Kresse
1 Messerspitze Safran
1 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer aus der Mühle
 
Für die Rotwein-Zwiebel-Sauce
2 rote Zwiebeln
400 ml Rotwein (vegan)
110 g Preiselbeergelée
1 EL Olivenöl
40 g vegane Margarine (z. B. Alsan)
 
Für das Wurzelgemüse
300 g gewöhnliche Karotten
300 g Pfälzer Karotten
300 g violette Karotten
300 g Pastinaken
300 g Petersilienwurzeln
5 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer aus der Mühle
 
Für die Knödel die weissen Zwiebeln hacken und die alten Semmeln in Würfel von 1 cm Seitenlänge schneiden. Die Brotwürfel mit Sojamehl, Salz und Pfeffer vermengen, Sojamilch darüber giessen und die Masse 5 Minuten ziehen lassen. Die weissen Zwiebeln in 1 EL Olivenöl glasig braten und zur Knödelmasse hinzufügen. Diese in zwei Hälften aufteilen. Den einen Teil mit der Kresse, den anderen mit dem Safran vermischen und jeweils gut durchkneten. Danach 15 Minuten ruhen lassen. Aus den Knödelmassen mit feuchten Händen je vier Knödel formen, wobei die Oberfläche sehr glatt sein muss, damit die Knödel beim Kochen nicht auseinanderfallen. Wasser salzen und zum Kochen bringen. Auf die niedrigste Stufe herunterstellen, so dass es nicht mehr sprudelt. Die Knödel hineingeben und während ca. 20 Minuten mit geschlossenem Deckel ziehen lassen. Ab und zu vorsichtig wenden.
Für die Rotwein-Zwiebel-Sauce die Margarine in kleine Würfel schneiden und ins Tiefkühlfach legen. Die roten Zwiebeln halbieren und in Streifen schneiden. Mit einem Esslöffel Olivenöl, Salz und Pfeffer glasig braten und mit dem Rotwein ablöschen. Dann das Preiselbeergelée hinzufügen und die Sauce ca. 10 Minuten auf kleiner Stufe etwas andicken lassen. Anschliessend die kalten Margarinewürfel unter stetigem Rühren langsam dazugeben, so dass die Sauce abgebunden wird.
Für das Wurzelgemüse den Ofen auf 200° C vorheizen. Alle Karotten, Pastinaken und Petersilienwurzeln rüsten und je nach Grösse der Länge nach halbieren oder vierteln. Das Gemüse mit dem Olivenöl, Salz und Pfeffer marinieren, auf einem Blech verteilen und während ca. 20 Minuten auf mittlerer Schiene bei 200° C backen. Danach die Ofentemperatur auf 220° C erhöhen und das Wurzelgemüse weitere 20 Minuten backen.
Die Kresse- und die Safranknödel auf dem Wurzelgemüse anrichten und mit der Rotwein-Zwiebel-Sauce garnieren.


Vermicelletörtchen mit glasierten Vanilletrauben

Für ein paar Bild der Vermicelletörtchen hat die Zeit knapp gereicht;) so findet ihr hier auch dieses Rezept:

Ergibt 12 Vermicelletörtchen

Für die Böden
260 g Mehl
40 g Zucker
100 g vegane Margarine (z.B. Alsan)
½ gestrichener TL Salz
80 ml Wasser
getrocknete Erbsen zum Blindbacken (es gehen auch andere grössere Hülsenfrüchte)

Für die Vanillecreme
250 ml Vanillesojadrink
20 g Speisstärke
50 g Zucker
Mark einer Vanilleschote
200 ml aufschlagbare Sojasahne

1 Päckchen Sahnesteif

Für das Topping

500 g Trauben
20 g Zucker
½ Vanilleschote
600 g gesüsstes Maronenpüree

Für die Böden das Mehl mit der Butter vermengen und zwischen den Handflächen zu feinen Bröseln zerreiben. Danach Zucker, Salz und Wasser hinzufügen und die Mischung zu einem glatten Teig kneten. Den fertigen Teig in Frischhaltefolie packen und für eine halbe Stunde im Gefrierfach ruhen lassen. Inzwischen einen kleinen Schluck des Vanilledrinks mit der Stärke vermengen, sodass keine Klümpchen mehr sichtbar sind. Den restlichen Vanilledrink mit dem Zucker sowie dem Vanillemark aufkochen und danach die aufgelöste Stärke zugeben. Jetzt nur noch auf kleiner Hitze und unter Ständigem rühren mithilfe eines Schwingbesens zu einem Pudding eindicken lassen (geht ca. 3 Minuten). Den Vanillepudding in eine Schüssel geben und dabei weiter rühren, bis er ausgekühlt ist. Durch das Rühren sollte vermieden werden, dass der Pudding Klumpen bildet. Klappt dies einmal nicht, einfach den Pudding durch ein feinmaschiges Sieb drücken und schon sind alle Klumpen Geschichte. Den fertigen Vanillepudding im Kühlschrank kalt stellen.
Jetzt den Ofen auf 180° vorheizen und den gekühlten Teig in 12 Stücke teilen und jedes Teigstück zu einem Kreis, der etwas grösser als die Muffinformen ist, auswallen und dann in die mit Backpapier ausgekleideten Muffinformen legen. Auf die Teige wiederum Backpapier legen und dann mit den Erbsen füllen (das Backpapier verhindert, dass die Erbsen in den Teig absinken und die Erbsen verhindern, dass der Teig aufgeht). Die so präparierten Teige nun für ca. 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben.
Währenddessen die Trauben halbieren und die Vanilleschote auskratzen. Dann Trauben, Vanilleschote, Vanillemark und Zucker in einer beschichteten Bratpfanne zwei Minuten auf mittlerer Hitze glasieren. Die Trauben auf einem Teller auskühlen lassen.
Nun die Sojasahne mit dem Sahnesteif aufschlagen. Die steife Sahne vorsichtig unter den Vanillepudding heben und nochmals kühl stellen.
Die goldbraun gebackenen Tortenböden aus dem Ofen nehmen und noch in den Muffinförmchen auskühlen lassen. Später die erkalteten Böden von Erbsen und Backpapier befreien (Erbsen in einer Dose für den nächsten Einsatz aufheben).
Jetzt die Vanillecreme mit einem kleinen Löffel in die Tortenböden füllen und mit den glasierten Trauben belegen. Danach kommt das Vermicelle in eine Vermicellepresse (wer das nicht hat, nimmt einen Spritzbeutel mit „Spaghettiaufsatz) und wird kreisförmig auf die Törtchen gepresst. Die fertigen Törtchen nur noch mit Trauben garnieren und geniessen.



So ihr Lieben ich hoffe ich konnte Euch Appetit auf meine neusten Rezepte machen und wünsche Euch viel Spass beim Nachkochen

Eure Ida


Donnerstag, 2. Oktober 2014

Sobanudeln Stirfry

Heute Mittag kam meine kleine Schwester Lila ganz gestresst zu mir und fragte mich, ob ich ihr etwas kochen würde. Es sollte etwas sein, dass nicht länger als 15 Minuten dauerte, denn sie musste gleich zur Uni gehen. Lila hat nämlich vor bald einem Monat mit ihrem Studium begonnen und wenn man etwas Neues beginnt dauert es bekanntlich ja eine gewisse Zeit, bis sich alles richtig eingependelt hat. So also auch das mit dem Zeitmanagement ;-). Da ist es natürlich klar, dass ich als grosse Schwester ihr unter die Arme greife wo ich kann. Also rannte ich in die Küche und öffnete den Kühlschrank um zu sehen, was sich darin alles so verbarg. Da es schnell gehen musste, kam mir gleich die Idee kurz gebratenes Gemüse im Wok zu machen. Als Beilage wählte ich Sobanudeln, die dank ihrer kurzen Garzeit und dem asiatischen Touch super zum Gemüse passten. Das Ganze rundete ich mit einer für asiatische Gerichte typischen süss-scharfen Sauce ab. Etwas Sesamöl und einige schwarze Sesamkörner darüber und fertig war das Gericht.

So schnell ich es gekocht hatte, so schnell war es dann auch schon wieder weg. Nicht nur wegen Lilas Zeitdruck sondern auch weil  ihr mein „Stirfry Gericht“ richtig gut schmeckte:-).
 

 

Rezept für zwei Personen

120 g Sobanudeln
2oo g Karotten
150 g Rosenkohl
200 g Wirz
100 g Pilze
120 g Lauch
1 EL Sesamöl und 2TL zum Anrichten
50 ml Sojasauce
20 ml Ahornsirup
Chiliflocken nach Geschmack
2 TL schwarzer Sesam
 
Die Sobanudeln gemäss Packungsbeilage in reichlich Salzwasser al dente kochen. Währenddessen die Karotten schälen und das restliche Gemüse waschen. Danach werden Lauch, Karotten und Wirz in feine Streifen geschnitten. Die Pilze in dünne Scheiben schneiden und die Rosenkohlblätter einzeln abzupfen (wem dies zu anstrengend ist, einfach den Rosenkohl in feine Scheiben schneiden).

Jetzt ein Esslöffel Sesamöl im Wok erhitzen und die Pilze für eine Minute scharf anbraten. Dann das restliche Gemüse in den Wok geben und unter ständigem rühren drei Minuten braten. Nun Sojasauce und Ahornsirup, Chiliflocken sowie die gekochten Sobanudeln hinzufügen und für weitere zwei Minuten kochen lassen.

Das fertige Stirfry nur noch mit den zwei Teelöffeln Sesamöl beträufeln und zuletzt mit dem schwarzen Sesam garnieren.

 
 
 
Wer kennt das nicht, man hat gleich einen Termin, will aber noch kurz etwas Essen. Am liebsten natürlich etwas selbst Gekochtes. Denn das ist nicht nur viel preiswerter, sondern, was noch viel wichtiger ist, meilenweit gesünder als die ganzen Fertigprodukte, die meist mit massenweise Konservierungsstoffen und Geschmacksverstärker versehen werden. Kurz gesagt: Wenn man selber kocht, weiss man zu 100%, was man zu sich nimmt. Doch manchmal fehlt einem einfach die Zeit, um noch lange in der Küche zu stehen und sich etwas Frisches zuzubereiten. Also doch lieber zu einem Fertiggericht greifen? Natürlich nicht! Denn wer sagt, dass selber kochen lange gehen muss? Dieses kurzgebratene Wokgericht, dass weniger als 15 Minuten in Anspruch nimmt, wäre doch eine super Lösung!

Viel Spass beim Nachkochen!

Eure Ida

Kürbisbörek mit Ajran

Ein Hoch auf den Kürbis!

Wer liebt ihn auch so wie ich? Zur Zeit könnte ich mich ausschliesslich von Kürbis ernähren. Ob in einem Curry, gefüllt im Ofen gebacken, als Suppe oder feines Püree, in einer Lasagne, als Füllung für eine Quiche, in einem Kuchen oder einfach nur pur gebraten. Kürbis passt einfach immer und überall. Dank seines hohen Wassergehalts ist er sehr kalorienarm und dadurch für Personen wie mich, die immer mal wieder auf ihre Linie achten müssen, ein besonders dankbares und attraktives Lebensmittel. Denn man kann sich richtig satt essen und hat bei weitem nicht so viele Kalorien aufgenommen wie wenn man die gleiche Menge an Kartoffeln oder Nudeln essen würde. In Anbetracht dieser tollen Fakten, probiere ich immer wieder etwas Neues mit meinem momentanen Lieblingsgemüse aus.

Und so kommt es, dass ich Euch heute meine neueste Kürbiskreation präsentiere ;-)
 


Rezept für vier Portionen

Für den Teig
250 g Weissmehl
½ TL Salz
1 EL Olivenöl
100 ml lauwarmes Wasser
 
Für die Füllung
1 Hokkaidokürbis
(sollte geraffelt ca. 1kg ergeben)
2 weisse Zwiebeln

1 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer aus der Mühle


Ausserdem:
Mehl zum Bestäuben
Olivenöl zum Bestreichen

Für den Ajran

500 g ungesüsster Sojajoghurt
160 ml Wasser
½ gestrichener TL Salz
½ gestrichener TL Pfeffer
Chiliflocken

Für den Teig Mehl, Salz, Olivenöl und Wasser vermengen und 10 Minuten lang gut durchkneten. Dann den Teig während 45 Minuten zugedeckt ruhen lassen.
Für die Füllung den Kürbis mit der Röstiraffel raffeln. Die Zwiebeln in kleine Würfel schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Öl glasig braten. Danach mit dem geraffelten Kürbis vermischen und die Füllung mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Ein Tischtuch auf einen Tisch legen und mit Mehl bestäuben. Den Teig in vier Stücke aufteilen. Jeweils ein Teigstück ca. 3 mm dick auswallen und mit Olivenöl bestreichen.
Dann das Teigstück auf dem Tisch platzieren, die Finger in Olivenöl tauchen und den Teig vorsichtig langsam und gleichmässig in alle Richtungen auseinanderziehen. Der Teig soll möglichst dünn (fast durchsichtig) werden. Es macht nichts, wenn ein paar kleine Löcher entstehen. Den etwas dickeren Rand mit einem Messer abschneiden.

Jetzt einen Viertel der Füllung zur Hand nehmen und ca. 5 cm vom Teigrand entfernt in eine Schlange legen, die ca. 3 cm breit ist. Die Schlange soll ungefähr so lang sein wie zwei Drittel des Teigumfangs.

 
Die Finger wieder mit Olivenöl benetzen und den äussersten Teil des Teigs über die Füllung legen. Die Börekschlange weiter gegen innen einrollen.
 
 
Den Teig zwischen Anfang und Ende der Börekschlange in der Mitte durchschneiden, damit sie fertig eingerollt werden kann.

 
Teig, der am Anfang und Ende übrig bleibt, abschneiden und für keinen weiteren Börek verwenden, da er zu Klümpchenbildung neigt. Die Börekschlange mit Olivenöl bestreichen und vorsichtig zu einer Spirale aufrollen.
 
 

Dann auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit den übrigen drei Teigstücken genauso verfahren. Den Ofen auf 250° C vorheizen. Die vier Börek erneut mit Olivenöl bestreichen und anschliessend auf mittlerer Schiene backen, wobei die Temperatur jetzt auf 220° C hinuntergestellt wird. Nach ca. 40 Minuten den Ofen ausschalten, die Börek mit ein wenig Wasser beträufeln und mit einem Küchentuch bedecken (je mehr Wasser, desto weicher werden die Börek). Anschliessend ca. 10 Minuten im noch heissen Ofen ruhen lassen.
Für den Ajran Joghurt, Wasser, Salz und Pfeffer mit dem Pürierstab aufschäumen und je nach Geschmack mit Chiliflocken würzen.
Die Kürbisbörek gemeinsam mit dem Ajran servieren.

à Börek und Ajran sind Spezialitäten aus der Balkanregion. Die Füllung der Börek kann man wunderbar variieren und verfeinern, z. B. mit Sojafrischkäse, Lauch, Sojahack, Weisskohl oder Spinat. Der erfrischende Ajran ist die perfekte Ergänzung dazu.
 
Börek und Kürbis vereint, dass kann doch nur gut werden ;-). Also ich habe mich schon jetzt in dieses Gericht verliebt! Wie geht es Euch? Und was stellt Ihr am liebsten mit diesem Wundergemüse an?

Eure Ida

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Hagebuttenchutney mit feiner Vanillenote



Die Idee für das heutige Rezept entstand gestern Morgen, als ich mit meiner Mutter im Garten sass. Denn dabei betrachtete ich ununterbrochen unseren Rosenbaum, der uns jeden Sommer seine wunderschöne Blütenpracht präsentiert. Ja nun ist der Sommer vorbei und alle Blüten schon längst verwelkt. Doch wieder betört mich dieser Baum– diesmal sind es seine Früchte, die in einem satten rot leuchten und so alle Blicke auf sich ziehen. Meine Mutter erzählte mir gerade von ihrer Lieblingsserie, doch ich konnte nicht mehr zu hören. „Jetzt sieh dir mal diese Früchte an“, platzte es aus mir. Meine Mutter schaute mich nur mit grossen Augen an und begann zu schmunzeln. „Die können wir doch nicht einfach am Baum verfaulen lassen“, fügte ich hinzu. Da musste meine Mutter mir einfach zu stimmen und so begannen wir uns zu überlegen, wie wir die Früchte am besten verarbeiten könnten. Dass ich nicht einfach eine normale Konfitüre machen wollte, war mir schnell klar und so kam mir schliesslich die Idee, ein Chutney daraus zu machen. Genauer gesagt ein Hagebutten-Vanille-Chutney. Dieser Einfall fand auch bei meiner Mutter anklang und so machten wir uns gleich an die Arbeit. Nachdem ich noch ein paar vorher Fotos vom Baum machte, nahmen wir uns eine Schüssel und liessen eine Hagebutte nach der anderen hineinfallen. Eine halbe Stunde später war der Baum „ab gerodet“ und wir wuschen unsere gesammelten Früchte, um uns danach mit ihnen an den Gartentisch zu setzen. Mithilfe eines Messers entkernten wir Hagebutte für Hagebutte. Dies war der anstrengendste Teil, doch zum Glück schien die Sonne so schön und so nutzte ich die Zeit, um vielleicht das letzte Mal für dieses Jahr noch einmal so richtig Vitamin D zu tanken. Nachdem ich mich dann schliesslich von meiner Mutter verabschiedet und mich bei ihr für die nette Hilfe bedankt hatte, machte ich mich auf den Weg in die Küche.
 
Und das ist dabei herausgekommen:

Hagebutten-Vanille-Chutney

Rezept ergibt zwei Marmeladengläser (ca.600g)
800 g Hagebutten
1 Zwiebel
Getrocknete Chilis nach Geschmack (bei mir wurden es 4 Kleine)
90 ml Weissweinessig (vegan)
300 g Vollrohrzucker
80 ml Wasser
150 g Datteln
2 Vanilleschoten

Zu Beginn werden die Hagebutten gewaschen und in der Mitte aufgeschnitten, dann mithilfe eines Messers die Hagebutten von den Kernen befreien. Dazu empfehle ich Einweghandschuhe zu tragen, da die Härchen auf der Haut kratzen. Die ausgehölten Hagebutten nochmal kurz abspülen.
Nun die Zwiebel und Datteln fein schneiden und gemeinsam mit den präparierten Hagebutten, Zucker, Essig und Wasser aufkochen. In dieser Zeit die Chilis klein hacken und die Vanilleschoten auskratzen. Das Vanillemark, die Vanilleschoten sowie die Chilis ebenfalls den Hagebutten hinzufügen. Nun die Hitze reduzieren und das Ganze ca. 80 Minuten köcheln lassen. Dabei gelegentlich immer mal wieder umrühren, dass nichts anbrennt.
Während das Chutney vor sich hin köchelt, die Marmeladengläser in einem Topf mit Wasser für mindestens 15 Minuten auskochen. Danach mit einer Zange auf ein sauberes Küchentuch legen.
Sobald das Chutney die richtige Konsistenz erhalten hat, mit einem grossen Löffel in die vorbereiteten Gläser füllen. Nun die gefüllten Gläser gut verschrauben und auf den Kopf stellen.
Die abgekühlten Gläser an einem kühlen und dunklen Ort bis zum Verzehr lagern (hält sich mindestens ein halbes Jahr, vorausgesetzt alles wurde gut sterilisiert). Wenn ein  Glas einmal geöffnet wurde, im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb eines Monats essen.

 
Wichtig: Gläser und Chutney müssen beim Abfüllen beide heiss sein, ansonsten zerspringen die Gläser!


 
Viel Spass beim Nachmachen ;-)


Eure Ida
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