Montag, 16. Februar 2015

Sanddorn-Käsekuchen (gebacken) - vegan, glutenfrei und sojafrei

1000 Likes. 1000 Menschen, die sich Zeit für mein Knusperkabinett genommen haben und sich für meine Art zu Kochen begeistern. 1000 Mausklicks auf einen kleinen Daumen, die mir sagen, dass ich irgendetwas richtig gemacht habe. Jeder einzelne von ihnen zählt für mich und die Unterstützung und Bestärkung, die mir dadurch vermittelt werden, bedeuten mir unendlich viel. Ich bin sprachlos vor Freude. Deshalb möchte ich Euch allen da draussen einfach eine herzliche, dankbare Umarmung schicken! Ein Mausklick für Euch, aber ein Riesenkompliment für das Knusperkabinett… ;)


Bevor ich noch rührseliger werde, sollten wir jetzt aber anfangen, dieses Ereignis gebührlich zu feiern :D Ich habe mir zu diesem Anlass natürlich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Und selbstverständlich handelt es sich um eine wahrhaftige Eigenkreation aus dem Knusperkabinett. Aber weil ich in letzter Zeit ziemlich viel Weissmehl in meinen Rezepten verwendet habe, wollte ich bei diesem Goldstück hier wieder einen etwas gesünderen und vollwertigeren Ton anschlagen. Doch zuerst zur Vorgeschichte. Wir alle kennen diese Nachspeise. Ob wir sie nun Cheesecake, Quarktorte, Käsekuchen oder Topfentorte nennen, für uns alle bedeutet sie ein einfaches und doch raffiniertes und vor allem unverkennbar köstliches Dessert. Auch in veganer Variante existieren diese Leckerbissen mittlerweile. Aber wenn man sie nicht gerade rohköstlich zubereiten möchte, wird es schwer, um Weissmehl und Sojajoghurt oder Seidentofu herumzukommen… Schwer? Challenge accepted! Eine solche Herausforderung konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen. Und so kam ich (wieder einmal mitten in der Nacht) auf dieses horizonterweiternde Rezept. Der Mürbeteig des Kuchens besteht bei mir nämlich aus Hafermehl. Und die Füllung aus frischer Kokosnuss und Mandeln. Und als spezieller Eyecatcher habe ich mich für ein fruchtigsaures Sanddorn-Topping entschieden. Ich schwöre Euch, der Kuchen war gefühlt schon 73 mal verschlungen, bevor ich ihn überhaupt aus dem Ofen genommen hatte :D Und als sich dann endlich ein Stück des bronzefarbenen Schönlings auf meiner Zunge niederliess, wurden meine Erwartungen sogar übertroffen! Diese anschmiegsame Konsistenz, diese vollmundige Aromenverschmelzung und natürlich auch dieses Bewusstsein der gesunden Vollwertigkeit… ;) Meine Probanden befanden sie jedenfalls für grossartig :D.



Rezept für eine kleine Springform (16 cm Ø)


Für den Teig
180 g Haferflocken (glutenfrei)
45 g Vollrohrzucker
100 ml Wasser
1 Prise Salz
½ TL Backpulver

Für die Füllung
200 g frische Kokosnuss (ohne braune Haut)
100 g Mandeln
65 g Vollrohrzucker
120 ml Wasser
20 ml Zitronensaft
6 EL Sanddornmuttersaft

Ausserdem:
1 grosser Apfel (z.B. Boskop)
2 EL Vollrohrzucker

Für die Glasur
6 EL Sanddornmuttersaft
4 EL Vollrohrzucker

 
Für den Teig die Haferflocken im Mixer zu feinem Mehl mahlen. Das Hafermehl in einer grossen Schüssel mit dem Zucker, Salz und Backpulver mischen. Nun das Wasser zugeben und alles zu einem glatten Teig kneten.
Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und den Rand mit Kokosfett einfetten. Jetzt den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie zu einem Kreis ausrollen, der etwas grösser als die Springform ist. Den ausgerollten Teig in die vorbereitete Springform legen. Der Teig sollte so gross sein, dass der Springformenrand fast komplett bedeckt wird.
Den Ofen auf 180° vorheizen.
Für die Füllung die Kokosnuss und Mandeln mit Wasser, dem Zucker, dem Zitronensaft und Sanddornsaft im Mixer pürieren, bis das Ganze schön glatt ist.
Jetzt den Apfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Die Apfelviertel in kleine Stücke schneiden, mit dem Vollrohrzucker mischen und auf dem Teig verteilen. Danach die Kokos-Mandel-Füllung auf den Äpfeln verteilen und glatt klopfen. Den Cheesecake im vorgeheizten Ofen 45 Minuten backen. Den fertigen Kuchen vollständig auskühlen lassen, bevor er angeschnitten wird.
In einer kleinen Pfanne den Sanddornsaft mit dem Zucker aufkochen und auf kleiner Stufe köcheln lassen, bis ein dickflüssiger Sirup entstanden ist. Diesen Sirup als Glasur auf dem Kuchen verteilen.
Wer mag, kann den Kuchen noch mit Mandeln verzieren.


Und ich würde jetzt sagen, heizt den Ofen vor Leute und let’s get this party started! Von Herzen Danke für alles und auf dass wir noch ganz viele Zeilen und Köstlichkeiten austauschen werden!


 

Alles Liebe Ida

 

Kommentare:

  1. Du hast dich mal wieder selbst übertroffen! :D :D
    Ein Rezepteengel begleitet dich und flüstert dir nachts solche Sachen ein!!
    <3

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    1. Vielen vielen Dank liebe Lena!! <3 Vielleicht ist das wirklich so und dann hoffe ich, dass er mich noch lange begleitet ;)

      Ganz liebe Grüsse Ida

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  2. Liebe Ida . 1000 Klicks auf einen kleinen Daumen sind doch das Mindeste was wir tuen können zum Dank dafür das du uns Regelmäßig mit wundervollen, köstlichen Rezepten und liebevoll gestalteten Bildern verwöhnst.
    Ganz liebe Grüße Anke (Focker Flu).

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    1. Wie lieb von Dir!! Vielen vielen Dank liebe Anke, das mache ich wirklich soooo gern und umso schöner ist es, dass Ihr die Liebe, die ich in meine Rezepte und Fotografien stecke spürt und mir so ein tolles Feedback gebt! <3

      Alles Liebe Ida

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  3. Liebe Ida, das sieht richtig lecker aus! Ich hätte da mal eine Frage: Liest du (viele) Kochbücher? Ich hab nämlich in letzter Zeit eine richtige Kochbuchsucht und frag mich immer, ob Leute, die Rezepte entwickeln auch Kochbücher lesen und diese sie inspirieren oder ob so etwas nur ablenkt.....

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    1. Vielen lieben Dank! Ich schaue auch gerne Kochbücher an, versuche aber das nicht zu oft zu machen, denn wie Du schon geschrieben hast es lenkt wirklich etwas ab. :) Immer wenn ich ein Kochbuch angeschaut habe, verfolgen mich einige Rezepte und meine eigene Kreativität wird blockiert. Daher gehe ich lieber auf den Markt oder in den Bioladen und lasse mich von der wundervollen Vielfalt an frischem Gemüse und Obst oder den unterschiedlichen Getreide- und Hülsenfrüchtesorten inspirieren. Aber ich verstehe Dich sehr gut, in Kochbüchern zu stöbern, ist so etwas sinnliches und entspannendes. :)

      Alles Liebe Ida

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  4. Hallo Ida, das klingt wirklich toll und mir juckt es schon in den Fingern,es nachzumachen :)
    Welche Größe hat denn die Kuchenform,für die du das Rezept konzipiert hast (damit ich gegebenenfalls die Mengen anpassen kann)?
    Und schmeckt man das Kokos sehr heraus? Ich persönlich mag es ja lieber als das "bohnige" vom Soja, aber da ist ja jeder verschieden..

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    1. Das freut mich! :) Ich habe eine kleine Springform mit 16 cm Durchmesser genommen. Also ich und meine Probanden haben den Kokosgeschmack nur sehr minim herausgeschmeckt, das liegt aber sicherlich auch am Sanddorn, weil der selber auch einen starken Geschmack abgibt. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der Käsekuchen, wenn er beispielsweise nur mit Äpfeln gemacht wird, mehr nach Kokos schmecken wird. :)

      Liebe Grüsse und vielen Dank für das liebe Kompliment

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  5. Hallo Ida, der Kuchen sieht super aus, werde auf jeden Fall nachmachen, hab aber noch eine Frage, mit der frrischen Kokosnuss meinst du das Nussfleich aus der harten Nuss ausgeschabt oder kann man es irgenwo fertig geknackte Nuss kaufen ?

    liebe Grüße

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    1. Vielen lieben Dank und es freut mich, dass Du den Kuchen testen wirst. :) Ich habe die Kokosnuss selber geknackt aber manchmal kann man im Frischeregal auch geschnittene Kokosnussstücke kaufen. Die sind dann aber ev. etwas trockener und Du müsstet vielleicht einen zusätzlichen Schuss Wasser nehmen.

      Ganz Liebe Grüsse Ida

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    2. liebe Ida, danke für die Antwort. Ich werde dann wohl die Nuss selbst knacken. Reicht es eine Kokosnuss für 200 g. oder braucht man mehr ?

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    3. Sehr gerne liebe Mara! Also eine Kokosnuss sollte genügen. Hatte eine etwas grössere und dann noch ein ganzes Stück zu viel.

      Liebe Grüsse

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  6. Der Kuchen sieht ja sehr lecker aus...Eine tolle Kombination!
    Eine Frage hätte ich zum Boden: Ist der nach diesem Rezept eher weich oder knusprig? Da ist ja außer dem geringen Anteil in den Haferflocken kein Fett enthalten, oder?

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