Sonntag, 16. November 2014

Falafel im Rotebeete-Wrap mit Lucuma-Karotten-Humus, scharfer Tomatensalsa und frischem Gemüse

Hier bin ich wieder…;-)

 
Heute mit einem etwas aufwändigeren Rezept, denn nach der simplen Focaccia, hat es mich gestern wieder gepackt und es musste eine Herausforderung her. Ich liebe ja Falafel, in allen nur erdenklichen Variationen und mit den unterschiedlichsten Beilagen. So verwundert es wirklich, dass ich bis jetzt noch nie dazu gekommen bin, diese köstlichen „Bällchen“ selbst zuzubereiten. Gestern habe ich es dann endlich geschafft, nur wurden sie nicht ausgebacken, sondern blieben ganz roh … köstlich;-). Meine Schwester Anabel sagte schon, dass es jetzt keine Ausreden mehr gäbe und ich als Nächstes auch eine gekochte Variante zubereiten müsse… bis sie die rohe Variante versucht hatte und aus dem Schwärmen nicht mehr rausgekommen ist.
Hingegen mit Wraps aller Art habe ich meine Schwester und auch den Rest meiner Familie schon des Öfteren verwöhnt. So bin ich  in der Zubereitung roher Wraps geübt und möchte allen „Neulingen“  da draussen ans Herz legen, es einfach auszuprobieren. Auch wenn es etwas kompliziert klingt und die ersten Versuche vielleicht scheitern, „Übung macht den Meister“ und diese Weisheit trifft immer auch aufs Kochen zu!
Der Hummus in neuer Variante - mit einem süsslichen Karottenaroma, welches durch das Lucuma zusätzlich nach Karamell erinnert - geht hingenen blitzschnell. Und die Tomatensalsa sowieso ;-).


Falafel im Sesammantel

Karotten-Lucuma-Hummus
Rezept für 6 Wraps

Für die Falafel
125 g Kichererbsen (getrocknet)
15 g glatte Petersilie
1 EL Salz
1 EL gemahlener Kreuzkümmel
½ EL gemahlene Koriandersamen
½ rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
10 g schwarzer Sesam
10 g heller Sesam
 
Für die Rotebeete-Wraps
180 g Rotebeete (geschält und geschnitten)
70 g Leinsamenmehl
150 ml Wasser
2 Prisen gemahlener Kreuzkümmel
1 EL weisser Sesam
1 Prise gemahlene Paprika
1 Prise gemahlener Piment

Für den Lucuma-Karotten-Hummus
100 g Karotten (geschält und geschnitten)
50 g weisser Sesam
1 TL Lucuma
1 EL Zitronensaft
2 EL Wasser
1 EL Olivenöl
Salz
 
Für die scharfe Tomatensalsa
2 grosse Tomaten
2 Chilis (oder nach Geschmack)
5 g glatte Petersilie
Salz

Ausserdem:
Gemüse nach Geschmack zum Füllen: (z.B. Rokohl, Karotten, Gurke, Tomaten, Zwiebeln, Salat)



Für die Falafel und den Hummus die Kichererbsen in kalte Wasser über Nacht einweichen. Die eingeweichten Kichererbsen am nächsten Tag waschen und trocknen. Die Kichererbsen nun drei Tage bei Raumtemperatur spriessen lassen und zwei bis drei Mal am Tag mit kaltem Wasser abspülen.
Nach drei Tagen mit den Rotebeete-Wraps starten. Hierfür alle Zutaten glatt pürieren. Die glatte Masse nun dünn auf zwei mit Silikoneinlagen ausgelegte Gitter des Dörrautomats legen und bei 45° ca. 5 Stunden trocknen lassen. Überprüfen, ob die Oberfläche schon trocken ist und die „Wrapscheiben“ sich gut lösen lassen, ansonsten noch weiter trocknen lassen. Sobald die Wraps dann soweit sind, dass sie sich gut von den Silikoneinlagen lösen, wenden und für eine weitere Stunde trocknen. Die Wraps sollten danach trocken und zugleich gut biegbar sein.
Währenddessen für die Falafel zwei Drittel der gesprossenen Kichererbsen mit dem Salz, dem Kreuzkümmel, den Koriandersamen und der Hälfte der glatten Petersilie pürieren, bis eine dicke körnige Masse entstanden ist. Danach die Zwiebel, die Knoblauchzehe und die restliche Petersilie fein hacken und unter die Falafelmischung rühren. Den schwarzen und weissen Sesam auf einen grossen flachen Teller geben. Aus der Falafelmasse mit nassen Händen kleine Kugeln formen und im Sesam wenden. Die fertigen Falafelbälle auf einen Teller geben und auf die Seite stellen, bis es ans Füllen geht.
Jetzt mit dem Hummus fortfahren. Dazu die restlichen Kichererbsen mit den übrigen Zutaten im Mixer glatt pürieren. In eine kleine Schüssel füllen und mit Salz abschmecken.
Nun die Tomaten waschen und vom Strunk entfernen. Dann die Tomaten, die glatte Petersilie und die Chilischoten fein hacken. Ebenfalls in eine kleine Schüssel füllen und mit Salz abschmecken.
Nun das Gemüse der Wahl fein schneiden.
Sobald alles bereit ist, die „Wrapscheiben“ in sechs gleich grosse Rechtecke schneiden und mit den Falafeln, dem Hummus, der Tomatensalsa und dem geschnittenen Gemüse füllen.


Also auf die Plätze fertig… wrappen!
 
P.S. Wer übrigens kein Dörrautomat hat, kann die Wraps, auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech, im Ofen bei kleinster Hitze und mit geöffneter Tür trocknen lassen. So habe ich es gemacht, bevor ich ein Dörrautomat hatte ;-). Die Trocknungsdauer verkürzt sich bei dieser Variante etwas. Am Besten von Zeit zu Zeit kontrollieren.
 
Alles Liebe Ida

Freitag, 14. November 2014

Focaccia mit Tomaten und Kräutern



Dieses Rezept bringt doch gleich Sonne in die Küche!
Nach der doch ziemlich aufwändigen Hochzeits-Rawtorte hatte ich heute Mittag Lust, auf etwas richtig Einfaches. Etwas, das mit nur wenigen Zutaten und ohne viel
Schnibbelarbeit auskommt, schnell geht und trotzdem ultra lecker ist. Also ja „schnell“ geht es ja nicht gerade, wenn man die Zeit, in der der Teig aufgehen muss, einberechnet. Doch wenn man nur die tatsächliche Arbeitszeit zusammenzählt, dann ist es ein richtiges Blitzgericht!
Probiert es aus, Ihr werdet reich belohnt. Denn diese Focaccia ist unten knusprig, innen fluffig und oben saftig – genau wie man sie aus den typisch italienischen Pasticcerias kennt!


Rezept für ein Backblech (40 cm x 33 cm)

Für den Focacciateig
520 g Weissmehl (oder halb Vollkorn- und halb Weissmehl)
15 g frische Hefe
10 g Salz
50 g Olivenöl
320 ml lauwarmes Wasser


Für den Belag
4 Tomaten
1 Handvoll Kräuter der Wahl (z.B. Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei)
grobes Meersalz
Olivenöl


Als Erstes die Hefe im Wasser auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben und mit dem Salz vermengen. Nun die aufgelöste Hefe-Wasser-Mischung zugeben und alles mit den Händen zu einem Teig kneten. Solange kneten, bis der Teig geschmeidig ist und nicht mehr an der Schüssel klebt (falls nötig noch etwas Mehl zugeben).
Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen.
Nach einer Stunde das Backblech mit einem Backpapier bedecken und den aufgegangenen Teig auf dem Backblech (mit den Händen) ausbreiten. Mit den Fingern oder einem Kochlöffelstiel Vertiefungen in den Teig drücken und mit dem Olivenöl beträufeln. Den Teig mit einem sauberen Handtuch abdecken und erneut 30 Minuten gehen lassen.
Inzwischen den Ofen auf 220 ° vorheizen und die Tomaten und Kräuter waschen. Die Tomaten in Scheiben schneiden und die Kräuter grob zerzupfen.
Den aufgegangenen Focacciateig nun mit den Tomatenscheiben und den Kräutern belegen, mit dem Meersalz bestreuen und mit etwas Olivenöl benetzen.
Die Focaccia im vorgeheizten Ofen goldbraun backen (dauert ca. 25 Minuten).



Wer grad keine frischen Kräuter zur Hand hat, kann auch einfach getrocknete nehmen. Und für die unter Euch, die keine Tomaten mögen ;-) einfach die Tomaten weglassen oder durch Zwiebeln, gekochte Kartoffeln, Paprika, Pilze, Radicchio und und und... ersetzen. Eurer Fantasie sollen keine Grenzen gesetzt werden!
P.S. Dieser Teig ist übrigens auch hervorragend als Pizzaboden geeignet und reicht für zwei grosse Pizzen. 
 

Alles Liebe Ida
 

Mittwoch, 12. November 2014

Hochzeits-Rawtorte - Pistazien, Vanille und Brombeere


Wer denkt, dass Rohkosttorten nicht für Hochzeiten geeignet sind, den muss ich leider entäuschen ;-). Letzte Woche wurde ich angefragt, am ersten veganen Raw Contest Europas teilzunehmen. Natürlich war ich sofort Feuer und Flamme und habe mich gleich angemeldet. Das perfekte Rezept für diesen „Contest“ zu finden, bereitete mir einige schlaflose Nächte. Es sollte ja nicht einfach irgendein Gericht werden, sondern die Rohkost-Küche von ihrer besten Seite zeigen, die Leute zum Nachmachen animieren und begeistern. Ausserdem wollte ich etwas machen, dass es nicht schon in tausend verschiedenen Varianten im Netz zu finden gibt. Diesen Samstag - mit der Hilfe meiner Schwestern - hat sich schliesslich das Chaos in meinem Kopf geordnet und es ist ein Rezept entstanden, mit dem ich durchaus zufrieden war: Eine dekadente Hochzeitstorte - mit einem würzigen Pistazienboden, einer lieblichen Cashew-Vanille-Füllung und einem fruchtigen Brombeermousse.

Hochzeits-Rawtorte

Rezept für drei Torten (1 x 26 cm Ø, 1 x 16 cm Ø, 1 x 10 cm Ø)

Für die Pistazienböden
275 g Mandeln
275 g Datteln (entsteint)
75 g Pistazien

Für die Vanillefüllung
755 g Cashewnüsse
920 g Birnenstücke (geschält und geschnitten)
130 g Kokosfett
4 EL Zitronensaft
65 g Agavennektar
Mark einer Vanilleschote

Für das Beerenmousse
6 Avocados (Hass)
5 Bananen (mittelgross)
450 g Brombeeren
80 g Leinsamenmehl
100 g Datteln (entsteint)
50 g Kokosfett (virgin coconut oil)
60 g Agavennektar
5 EL Zitronensaft

Für die Vanillebuttercréme
280 g Cashewnüsse
90 g Kokosfett
55 g Agavennektar
130 ml Wasser
Mark einer halben Vanilleschote

Ausserdem:
35 g Pistazien (geschält)
125 g Brombeeren
Mark einer halben Vanilleschote

Für die Böden alle Zutaten im Mixer so lange mixen, bis eine klebrige Masse entsteht, die gut zusammenhält.
Die Böden der drei Tortenringe bzw. Springformen mit Backpapier auslegen und die Ränder mit Kokosfett einstreichen. Jetzt die Pistazien-Dattel-Masse auf die Böden der Tortenringe gleichmässig verteilen und gut festdrücken.
Für die Vanillefüllung die Cashewnüsse mit den geschnittenen Birnen, dem Agavennektar, dem Zitronensaft und dem Vanillemark glatt pürieren. Das Kokosfett schmelzen und ebenfalls dazugeben und alles ein weiteres Mal pürieren. Die Vanillefüllung nun gleichmässig auf die „Pistazienböden“ verteilen, glatt klopfen und im Kühlschrank für mindestens zwei Stunden kalt stellen.
Für das Beerenmousse Bananen und Avocados schälen und die Steine der Avocados entfernen. Das Avocado- und Bananenfruchtfleisch mit den übrigen Zutaten fürs Beerenmousse im Mixer pürieren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Das Beerenmousse auf die Vanillefüllung der drei Torten, die durch das Kühlen etwas fest geworden sein sollten, gleichmässig verteilen und wiederum glatt klopfen.
Die nun sozusagen fertigen Torten für 4 Stunden ins Gefrierfach geben.
Inzwischen für die Vanillebuttercreme alle Zutaten im Mixer glatt pürieren.
Die Torten nach vier Stunden aus dem Gefrierfach nehmen und vorsichtig die „Ringe“ der Tortenringe (bzw. Springformen) entfernen. Die Torten nun rundum mit der Buttercreme bestreichen. Wieder für eine Stunde ins Gefrierfach geben, damit die Buttercreme schön fest wird.
Währenddessen die Pistazien mit einem grossen Messer grob hacken und die Brombeeren waschen, trocknen und der Länge nach halbieren.
Jetzt die grösste Torte vorsichtig vom Boden des Tortenrings und dem Backpapier lösen und auf einen grossen Teller oder Tortenständer geben. Danach die mittlere Torte ebenfalls vom Backpapier und dem Boden des Tortenrings lösen und mittig auf der grossen Torte platzieren. Mit der kleinsten Torte ebenso vorgehen und sie auf der mittleren Torte platzieren.
Die äusseren Ränder der drei Torten nun noch mit den gehackten Pistazien dekorieren. Entlang den inneren Ringen (Tortenverbindungen) die Brombeerhälften anordnen.
Die Rawtorte innerhalb von zwei Stunden verzehren ansonsten im Kühlschrank (sehr kalt) oder im Gefrierfach lagern, bis sie gegessen werden soll.


Leider ist momentan keine Hochzeit in Aussicht, also musste wieder mal unser Familienmotte „Zur Feier DES!“ herhalten ;-). Vielleicht heiratet bei Euch ja jemand? Oder Ihr wollt mit einer wirklich festlichen Torte auftrumpfen, dann ist dieses Rezept genau das Richtige!
 
 
Alles Liebe Ida

Freitag, 7. November 2014

Weisses Schokoladeneis mit ABC-Wähe

Als ich diese Woche etwas im Internet herumgestöbert habe, bin ich zufällig auf den Küchenplausch gestossen. Das ist eine Seite auf der man immer wieder neue Blog-Events mit den verschiedenste Mottos findet. Da kann man dann ganz einfach teilnehmen, indem man ein dem Motto entsprechendes Rezept postet und es auf der Seite des Veranstalters verlinkt (falls jemand der das liest, auch einen Blog hat;-)). Natürlich habe ich mich gleich für drei spannende Events angemeldet, an denen ich gerne teilnehmen möchte. Ein solcher Anlass dauert natürlich nicht ewig sonder läuft immer nur für eine gewisse Zeit. Daher habe ich meine erste „Pflicht“ schon wahrgenommen und mich heute um Daniela’s Blog Event gekümmert:

http://www.danielamainzer.de/2014/10/blogevent-white-chocolate-wochen.html
 
Mhhh weisse Schokolade! Das klingt doch einfach fantastisch… Ja, ich glaube es liegt am Motto und nicht an meinem enorm grossen Pflichtbewusstsein, wieso ich so schnell damit begonnen habe;-)
 

Rezept für vier Portionen Eis und eine Wähe mit 26 cm Ø
 
Für die ABC-Wähe
250 g Weissmehl
20 g Zucker
55 ml Wasser
90 g vegane Margarine (z. B. Alsan)
1 Prise Salz
3 Äpfel (säuerlich)
2 Birnen
50 g getrocknete Cranberrys
50 g gemahlene Haselnüsse
200 ml Sojasahne
20 g Speisestärke
2 TL Zucker
10 g Zitronenschale

Ausserdem:
vegane Margarine zum Einfetten

Für das Schokoladeneis
500 ml Sojasahne
300 g vegane weisse Schokolade
(z. B. Vantastic Foods)



Für das Schokoladeneis die Sojasahne gemeinsam mit der weissen Schokolade aufkochen, bis sie geschmolzen ist und sich mit der Sahne verbunden hat. Die Mischung über Nacht (nicht im Kühlschrank) auskühlen lassen. Nun in eine Schüssel geben und diese ins Tiefkühlfach stellen. Alle 30 Minuten gut mit einem Schwingbesen umrühren, damit die Eiskristalle zerstört werden. So lange immer wieder umrühren, bis das Eis die gewünschte cremige Konsistenz erreicht. Jetzt kann es direkt serviert oder im Tiefkühlfach gelassen und später verspeist werden, denn es bilden sich keine neuen Eiskristalle mehr.
Für die ABC-Wähe Mehl, Zucker, Wasser, Margarine und Salz miteinander vermischen und den Teig gut durchkneten. Anschliessend für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Die Äpfel und Birnen schälen und mit der Röstireibe raffeln. Nun den Fruchtsaft ausdrücken und die geraffelten Früchte mit den Cranberrys vermengen. Für den Guss die Stärke unter ständigem Rühren zur Sojasahne dazusieben, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht. Jetzt den Zucker und die Zitronenschale hinzufügen. Das Kuchenblech mit ein wenig Margarine einfetten und den Ofen auf 220° C vorheizen. Den Teig ca. 5 mm dick auswallen, in der Form auslegen und mit der Gabel Löcher hineinstechen. Anschliessend zuerst die Haselnüsse und dann die Apfel-Birnen-Cranberry-Mischung darauf verteilen. Den Guss gleichmässig darüber geben. Die Wähe während ca. 35 Minuten auf mittlerer Schiene bei 220° C backen.

Wenn das Schokoladeneis über Nacht im Gefrierfach war, ca. 10 Minuten vor dem Servieren heraus nehmen und etwas antauen lassen. Mit der warmen ABC-Wähe servieren.
 
weisses Schokoladeneis
Dieses Rezept zu kreieren, fotografieren und natürlich „last but not least“ zu vernaschen hat mir besonders Spass gemacht.
Vielen Dank liebe Daniela für diesen tollen Event und ich freue mich noch auf viele weitere ;-)
 
Alles Liebe Ida

 

 


Donnerstag, 6. November 2014

Roh inspirierte Baklava auf Vanillesauce

 
Baklava auf Vanillesauce


Baklava – es gibt kaum jemand, der diese zuckersüssen kleinen Dinger, welche in türkischen Feinkostläden in unendlich verschiedenen Variationen zu finden sind, nicht kennt. Nach einem orientalischen Essen gehört so ein Baklava genauso dazu wie der traditionelle türkische Kaffee. Doch so ein kleines Stück hat es wirklich in  sich. Die einzelnen Filoteige werden vor dem Backen mit ganz viel Fett bestrichen und dann gemeinsam mit gehackten Nüssen aufgeschichtet. Nach dem Backen werden die Baklavas dann mit Zuckerwasser übergossen. Kein Wunder, dass man nach einem Stück das Gefühl hat, man erleide einen Zuckerschock ;-) Trotzdem sind sie sooo lecker und immer wieder eine Verführung. Daher finde ich, diese süssen Baklava sind es wert, sie in einer gesunden und trotzdem süssen Variante zu imitieren. Und so sind diese leckeren rohköstlichen Schmuckstücke entstanden...


 
Für den „Filoteig“
2 grosse feste Äpfel
 
Für die Füllung
150 g Walnüsse
80 g Datteln
2 EL Agavennektar
1 Prise gemahlener Zimt
1 Prise gemahlener Kardamon
1 Prise gemahlene Nelke

Für die Vanillesauce
40 g Cashewmus
4 EL Wasser
1 EL Agavennektar
Mark einer halben Vanilleschote

Ausserdem:
20 g gehackte Pistazien





Am Vortag die Äpfel mit einem Hobel dünn aufhobeln und im Dehydrator trocknen lassen, bis sie „crunchy“ sind. Die getrockneten Chips bis zum Verbrauch in einem luftdichten Behälter aufbewahren.
Am nächsten Tag alle Zutaten für die Füllung im Mixer zu einer klebrigen Masse verarbeiten. Nicht zu lange mixen, denn die Füllung sollte noch etwas stückig sein.
Jetzt den Boden einer kleinen Form (z.B. eine Springform mit 16 cm Ø, oder eine kleine quadratische Form) mit Frischhaltefolie bedecken und ein Drittel der Apfelchips eng aneinander liegend darauf verteilen. Nun die Hälfte der Nussfüllung auf dem „Apfelteig“ verteilen und etwas andrücken. Jetzt die Nussfüllung mit dem zweiten Drittel der Apfelchips bedecken. Nun die restliche Nussfüllung drauf verteilen, etwas andrücken und zum Abschluss mit den restlichen Apfelchips bedecken.
Der so entstandene Baklavakuchen mit einem scharfen Messer in neun Stücke schneiden und mit den gehackten Pistazien dekorieren.
Für die Vanillesauce das Cashewmus mit dem Wasser, Agavennektar und dem Vanillemark vermengen.
Die Baklavastücke auf der Vanillesauce servieren.



Komm zu mir du süsses Stück "Verführung"
 
Alles Liebe Ida 

Mittwoch, 5. November 2014

Gekräuterter Radicchio-Kaki-Salat mit gerösteten Pinienkernen und Tahinidressing


Halli hallo, da bin ich wieder…


Und schon wieder mit einem Salatrezept. Ja, ich esse momentan sehr viel Gemüse und besonders viel Salat. Denn um auf meine Linie zu achten, habe ich jetzt die neuste Food-Methode entwickelt. Mit der könnte ich sicher haufenweise Geld machen, wenn ich sie gut vermarkten würde ;-). Also das geht nämlich so: Iss zu den Hauptmahlzeiten immer gesund d.h. viele Früchte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Tofu, Samen etc., dann kannst Du Dir zwischendurch immer wieder mal was Ungesundes gönnen ;-) Ist toll nicht? Sind sicher schon viele drauf gekommen und haben gemerkt, dass das nicht das Wahre ist. Aber bei mir geht es momentan einfach nicht anders. Ich nehme mir immer vor, mich den ganzen Tag etwas zurückzuhalten, doch dann kommt mir wieder eine Idee, was ich backen könnte und ehe ich mich veresehe, stehe ich mit einer Rührschüssel voll Keksteig in der Küche. Jaja, als Feinschmecker hat man es schon schwer :p   
Also werdet Ihr in nächster Zeit viele leichte Gerichte auf meinem Blog finden und müsst trotzdem nicht Angst haben, dass das Seelenfutter fehlen wird. Denn dafür habe ich schon sehr sehr sehr viele Ideen im Kopf, die ich in Kürze umsetzen möchte.
Jetzt zu meinem heutigen Gericht - ein gekräuterter Radicchiosalat mit süsser Kaki und Tahinidressing. Man hört ja in letzter Zeit immer wieder, dass in unserer Ernährung viel zu wenig Bitterstoffe vorkommen. Unsere Vorfahren sollen viel mehr Bitterstoffe zu sich genommen haben, als wir es heute tun. Da Bitterstoffe aber für unseren Körper unerlässlich sind und es schon unzählige Zusatzpräparate in Apotheken und Drogerien zu kaufen gibt, habe ich mir überlegt, welche bitteren Lebensmittel ich in der Regel so zu mir nehme. Nach vier maximal fünf Lebensmittel, war ich dann auch schon am Ende mit meiner Aufzählung. Das ist doch erschreckend wenig findet Ihr nicht? Ich habe mir vorgenommen, ab jetzt mindestens einmal in der Woche etwas „Bitteres“ zu kochen. Heute ist einer dieser Tage und der Radicchio ist mein bitterer Helfer ;-)
P.S. Keine Angst, durch das Einmassieren des Radicchios mit Zitronensaft und Vollrohrzucker und dank der süssen Kaki, den würzigen Kräutern, der scharfen Chili, dem buttrigen Geschmack der Pinienkerne und dem samtigen Tahini-Dressing, tritt das Bittere des Radicchios nur dezent hervor. Dadurch, dass der Salat alle vier Geschmacksrichtungen – sauer, salzig, süss und bitter – bedient, werden alle Gelüste befriedigt und man ist nach dem Salat nicht nur pappsatt, sondern auch vollständig zufrieden ;).
Probiert es aus und überzeugt Euch selbst



Bitter-süsser Salat mit Tahini-Dressing
 
Rezept für zwei Personen
 
Für den Salat
1 Radicchio (ca. 500 g)
1 Kaki Persimon
20 g Pinienkerne
40 g glatte Petersilie
10 g Basilikum
2 EL Vollrohrzucker
4 EL Zitronensaft
1 rote Chili
Für die Tahinidressing
40 g Tahin
4 EL Zitronensaft
60 ml Wasser
1 – 2 Msp. Zimt
(2 EL der Petersilie und des Basilikums vom Salat)
½ TL Salz (oder nach Geschmack)
Zu Beginn die Pinienkerne in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett rösten. Danach die Kaki vierteln und die Viertel in dünne Scheiben schneiden. Diese Scheiben ebenfalls in der beschichteten Bratpfanne auf beiden Seiten braten, bis sie etwas Röstfarbe angenommen haben. Jetzt den Radicchio in feine Streifen schneiden und in eine Salatschüssel geben. Den Radicchio nun mit dem Vollrohrzucker und den vier Esslöffeln Zitronensaft massieren (ca. 1 Minute). Dadurch verliert er etwas von seiner Bitterkeit. Jetzt die gewaschenen Basilikum- und Petersilienblätter grob hacken und die Chilischote fein hacken.
Für die Tahinisauce Zitronensaft, Tahin Wasser, Zimt, zwei Esslöffel der gehackten Kräuter und dem Salz mit dem Pürierstab zu einer glatten Sauce pürieren.
Nun die gebratenen Kakistücke, die Pinienkerne, die gehackten Kräuter sowie die gehackte Chili zum Radicchio geben und alles miteinander vermengen. Sauce über den Salat träufeln und anrichten.
 
 

Als kleines Extra noch fünf Gründe wieso Lebensmittel mit Bitterstoffen gut für unsere Gesundheit sind:
1. Sie helfen dem Körper Nährstoffe richtig aufzunehmen
2. Sie entgiften unsere Leber
3. Sie reduzieren das Verlangen nach Zucker
4. Sie sind voll von Vitaminen und Mineralien
5. Sie sensibilisieren unsere Geschmacksknospen

In diesem Sinne, lasst Euch die Bitterstoffe schmecken ;-)

Alles Liebe Ida - und niemals vergessen kochen ist unsere Leidenschaft! 


Dienstag, 4. November 2014

Gebackene Salsa auf Spaghettikürbis


Kennt Ihr das, Ihr öffnet den prall gefüllten Kühlschrank und habt trotzdem das Gefühl, ihr müsst gleich einkaufen gehen, weil Euch einfach nichts anspricht? Oder die Zutaten, die Ihr zuhause habt, passen einfach nicht zusammen? So ist es mir heute Morgen ergangen: Mein Kühlschrank war zwar immer noch voll mit Gemüse vom letzten Marktbesuch und es hätte viele Möglichkeiten gegeben, wie ich diese hätte verwenden können. Mir sind da auch einige Dinge im Kopf rumgeschwirrt, aber es kam einfach kein Rezept mit dem gewissen Extra zustande. Der Gedanke, dass diese Lebensmittel alle gut zu verwenden wären, jedoch nicht in Kombination, hat mich einfach nicht losgelassen. Fest entschlossen, trotz gefülltem Kühlschrank, gleich in den Supermarkt zu gehen und mich dort inspirieren zu lassen, ging ich unter die Dusche. Während ich dann da so stand und mir die Haare gewaschen hatte, kam er: Der Geistesblitz! All meine Gedanken haben sich innerhalb von Millisekunden geordnet und in meinem Kopf entstand DAS Rezept, nachdem ich den ganzen Morgen gesucht habe. Plötzlich schien mir alles so klar und ich habe mich gefragt, wieso ich nicht schon früher darauf gekommen bin. Ich habe einfach viel zu engstirnig gedacht. Gemüse, das nicht zusammenpasst, gibt es das überhaupt? Und überhaupt, wer sagt denn, was passt und was nicht? Bevor man es nicht versucht, kann man das gar nicht beurteilen. Und ist es nicht so, je aufregender die Kombinationen, um so spannender wird das Endergebnis?

Mein Geistesblitz ;-)

 
Rezept für zwei Personen (mit grossem Hunger;-))
 
1 Spaghettikürbis
6 kleine Paprikas (gelb und rot)
600 g Tomaten
4 kleine Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
2 rote Chilis (oder weniger, je nach Geschmack)
2 TL Olivenöl
1 Handvoll Basilikumblätter
Salz und Pfeffer
 
Den Spaghettikürbis längs in der Mitte halbieren und von den Kernen befreien. Danach die Knoblauchzehen schälen und halbieren. Die Kürbishälften etwas mit Knoblauch und Salz einreiben und dann die geschnittenen Knoblauchzehen auf dem Kürbis verteilen. Den Kürbis mit einer Gabel auf der Schnittseite einstechen, pfeffern und im Ofen bei 180 ° weich backen, dies dauert ca. eine Stunde. Den fertig gegarten Kürbis aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Danach mit einer Gabel in „Spaghettifäden“ zerzupfen.
Spaghettikürbis nach dem Backen
 
Inzwischen den Ofen auf 240° drehen und die Paprikas waschen. Gemeinsam mit den Zwiebeln (mit Schale) für eine halbe Stunde im Ofen backen. Die Schale der Paprikas und der Zwiebeln sollten nun geschwärzt sein.
Zwiebeln und Paprikas aus dem Ofen vor dem "Häuten"
Nachdem sie etwas abgekühlt haben, mit den Fingern, die Haut bzw. Schale entfernen und die Paprikas entkernen.
Nun den Knoblauch vom Kürbis entfernen und fein hacken. Die Chilis ebenso in feine Würfel schneiden und die Tomaten und die „geschälten“ Zwiebeln und Paprikas in grobe Stücke schneiden.
In einer grossen Bratpfanne oder im Wok das Olivenöl erhitzen und die Tomaten mit dem Knoblauch und den Chilis darin fünf Minuten, auf mittlerer Hitze, braten. Dabei immer wieder umrühren, damit die Tomaten nicht anbrennen, sondern schön weich werden und Flüssigkeit verlieren, sodass eine cremige Sauce entsteht.

Tomaten gebraten mit Knoblauch und Chilis
Die geschnittenen Paprikas, Zwiebeln und Kürbisspaghetti zugeben und mit Salz abschmecken. Das Ganze für zwei weitere Minuten köcheln lassen.
Gebratene Tomaten nun mit den Paprikas und den Zwiebeln
 
Währenddessen den Basilikum waschen und grob hacken. Die Spaghettipfanne vom Herd nehmen und den Basilikum unterrühren. Nochmals mit Salz abschmecken, dann servieren.
Spaghettikürbis mit der Salsa vor dem Anrichten
 

Ich verspreche, wer einmal Kürbisspaghetti mit dieser Salsa gegessen hat, wird nie mehr Pasta vermissen!


 

Alles Liebe Ida - und vergesst nie: Kochen ist unsere Leidenschaft!
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