Mittwoch, 20. Mai 2015

Knusprige Kichererbsenfladen mit geröstetem Karotten-Bohnen-Hummus und gebratenem Frühlingsgemüse

Grün, grün, grün so weit das Auge reicht! Als ich heute mit dem Zug unterwegs war, hab ich gemerkt, wie sehr der Sommer hierzulande schon Einzug gehalten hat :D Die Wälder sind endlich wieder als solche zu erkennen und die Bäume haben mit ihren prachtvollen Blättern aus dem winterlichen Nichts der kahlen Stämme verträumte Festsäle und Alleen und Zimmerchen der Natur geschaffen ;) Ich konnte sogar ein Reh im Dickicht verschwinden sehen! Ich muss allerdings zugeben, dass mich auch die knallgelben Rapsfelder einmal mehr ins Staunen versetzt haben. Und natürlich die herzlichroten Mohnblumen! Als ich dann mit all diesen Farben vollgetankt zuhause ankam, konnte ich gar nicht anders – ich musste sie einfach allesamt auf den Teller kriegen. Das gelbliche Kichererbsenmehl fiel mir zuerst in die Hände, dann schnappte ich mir süssorangen Karotten und den zartgrünen Spargel. Und ehe ich mich versah, hatte ich die Karotten schon mit ein paar babykorallfarbenen Elefantenbohnen in den Vitamix geworfen und zu einem wunderschönen Humus verarbeitet. Und die Ceci wurden zu einem würzigen Tortillateig geknetet! Plötzlich rief der Spargel nach den bernsteinfarbigen Datteln und der samtigsalatige Rucola hüpfte wie von selbst aus dem Kühlschrank. Dann stand diese ansehnliche knusprige Tortillafamilie im Malkastenkleid schon auf dem Tisch. Und ich durfte meine visuellen Impressionen des Nachmittags in gustatorischer Form Revue passieren lassen… Ich hoffe, Ihr könnt meine Regenbogenekstase nachempfinden, wenn Ihr Euch diesen Leckerbissen zubereitet :D




Rezept ergibt  vier Vorspeisenportionen
Für die Kichererbsenfladen
150 g Kichererbsenmehl
1 TL Kokosöl
6 ½ EL Wasser
Salz und Pfeffer

Für das geröstete Karottenhummus
4 Karotten (ca. 300 g)
1 TL Olivenöl
150 g weisse Riesenbohnen (gekocht)
2 EL Tahin
Saft einer halben Zitrone
Salz
 
Für das Frühlingsgemüse
150 g grüner Spargel
500 g frische Favabohnen (noch in der Bohnenhülse)
1 Frühlingszwiebel
1 TL Olivenöl
Salz
1 Handvoll Rucola
6 Datteln



Für die Kichererbsenfladen das Kichererbsenmehl in eine grosse Schüssel füllen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Kokosöl und Wasser zugeben und alles ca. 5 Minuten zu einem gut formbaren Teig kneten. Den Kichererbsenteig 20 Minuten ruhen lassen.

Den Ofen auf 220° vorheizen.

Für das Hummus die Karotten schälen, in kleine Würfel schneiden und auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen. Die Karotten mit dem Teelöffel Olivenöl vermengen und mit Salz würzen.  Die gewürzten Karotten im vorgeheizten Ofen backen, bis sie aussen leicht geröstet und innen weich sind (ca. 15 Minuten). Die gerösteten Karotten aus dem Ofen nehmen und leicht abkühlen lassen.

Die Temperatur des Ofens auf 180° herunterdrehen.

Nun ein Drittel des Kichererbsenteigs zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ca. 1,5 mm dünn ausrollen und einen runden Kreis ausschneiden (ca. 15 cm Ø). Mit dem zweiten Drittel ebenso fortfahren und den restlichen Teig ebenfalls dünn ausrollen und daraus kleine Kreise ausstechen.


Die grossen und kleinen Fladen im vorgeheizten Ofen ca. 8 Minuten backen. Nun sollten die kleinen Fladen leicht knusprig sein und können aus dem Ofen genommen werden. Die grossen Fladen wenden und ca. 5 Minuten fertig backen und dann ebenfalls aus dem Ofen nehmen.

Die abgekühlten Karottenstücke mit den weissen Bohnen, dem Zitronensaft, dem Tahin und den 3 Esslöffeln Wasser im Mixer zu einem cremigen Hummus pürieren. Das Karottenhummus mit Salz abschmecken.

Für das Frühlingsgemüse die Spargeln waschen und die holzigen Enden abbrechen. Die Spargeln der Länge nach halbieren und dann in ca. 2 cm lange Stücke schneiden. Die Favabohnen aus der Hülse pulen und in einem Teelöffel Olivenöl ca. 3 Minuten scharf anbraten.

Inzwischen die Frühlingszwiebel waschen und in dünne Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebel gemeinsam mit den Spargeln zu den Bohnen geben, mit Salz würzen und für weitere 3 Minuten unter ständigem Rühren braten.

Jetzt das geröstete Karottenhummus auf die Kichererbsenfladen streichen und das gebratene Gemüse darauf verteilen. Den Rucola waschen, abtropfen und ebenfalls auf den Fladen ausbreiten.

Zuletzt die Datteln entkernen, in Streifen schneiden und auf den Kichererbsenfladen anrichten.

Anmerkungen: Das Kichererbsenmehl kann ganz einfach in einem leistungsstarken Mixer oder einer Getreidemühle aus getrockneten Kichererbsen selber gemahlen werden.
Die knusprigen Kichererbsenfladen eignen sich auch hervorragend als Lowcarb Crackers zum Dippen. Hierfür einfach die gebackenen Fladen in die gewünschten Formen (Streifen, Dreiecke, etc.) schneiden oder brechen und dann mit einem beliebigen Dip geniessen.
Ich wünsche Euch einen wunderschönen und farbenfrohen Abend!

Alles Liebe Ida

Montag, 18. Mai 2015

vegane und rohköstliche Bountyeis-Riegel

Wenn ich im Sommer einkaufen gehe, sind die Läden irgendwie immer grösser. Die ganze Kühlwarenabteilung ignoriere ich nämlich in der kalten Jahreszeit gekonnt :P Als ich heute mit Diana die verschwunden geglaubten Gänge entlangschlenderte und gerade den Entschluss gefasst hatte, ihnen ab jetzt nicht nur während der Hälfte des Jahres eine Chance zu geben, riss sie mich plötzlich mit aller Kraft an die allerletzte Truhe. Die Eistruhe. In allen erdenklichen Farben und Formen lagen sie vor uns und Diana hatte ein seeliges Lächeln auf dem Gesicht. Ich sichtete die Auswahl und suchte, nach dem obligatorischen allseits bekannten Schokoriegel, der dieses Jahr neuerdings in der Eisvariante zu haben sein würde. Aber ich fand gar keinen! Die üblichen Verdächtigen wie Mars und Snickers und das war’s dann auch schon. Aber Diana störte das überhaupt nicht. Sie wollte gerade nach ihrem geliebten Eis-Bounty greifen, als ich plötzlich einen Geistesblitz hatte. Wenn die das können, kann ich das auch! Diesmal riss ich an Dianas Hand und zog sie flugs zu den Backzutaten. Mit Kokosnüssen in verschiedenster Erscheinungsform bepackt, eilten wir nach Hause, damit ich meine Bounty-Eis-Idee endlich in die Tat umsetzen konnte. Und glaubt mir, dass ist eine Bombe geworden! Erfrischend kühl mit nussigsüsser Kokosfüllung und knackigem Schokomantel, rohköstlich, vollwertig und einfach ein Gedicht… Und das war nicht nur meine Meinung: Einmal umdrehen und schon waren fast alle verputzt :D

Rezept für 20 Bountyeis-Riegel

Für das Kokoseis
500 g Kokosmilch (roh oder nicht)
100 g Kokosraspeln
75 g Agavennektar (Alternativ Agavendicksaft)

Für die Schokoladenglasur
100 g Kokosöl
50 g Kakaopulver
10 EL Agavennektar/ -dicksaft (oder nach Geschmack)

Die Kokosmilch in einer grossen Schüssel mit den Kokosraspeln und dem Agavennektar gut verrühren und dann in eine Flache Auflaufform füllen (meine war 32 x 15 cm). Das Bountyice ins Gefrierfach stellen. Nach einer Stunde das Eis mit einer Gabel umrühren, damit sich keine Eiskristalle bilden. Dies vier Mal je nach einer halben Stunde wiederholen und danach ganz frieren lassen (ohne wieder umzurühren).

Das komplett gefrorene Eis mit einem Messer von der Form trennen und dann auf ein Schneidebrett stürzen. Jetzt das Eis in 20 Riegel schneiden und die Bountyriegel wieder für eine halbe Stunde in das Gefrierfach stellen.

Inzwischen das Kokosöl im Wasserbad schmelzen und dann mit dem Agavendicksaft und dem Kakaopulver vermengen. Falls die Kakaoglasur warm ist sie komplett abkühlen lassen.

Jetzt die Riegel aus dem Gefrierfach nehmen und nacheinander in der kalten Schokoladenglasur wenden. Die glasierten Bountys auf einen mit Backpapier belegten Teller legen und wieder zurück ins Gefrierfach stellen und für etwa zwei Stunden hart werden lassen.

Anmerkungen: Wer die Bountys nicht komplett roh möchte, kann auch „normale“ Kokosmilch nehmen und statt Agavennektar, Agavendicksaft verwenden.
Ausserdem kann rohes oder nicht rohes Kokosöl und Kakaopulver verwendet werden.
Wenn es einfacher gehen soll, kann auch geschmolzene Zartbitterschokolade verwendet werden.
Die Bountys mit der Schokolade zu überziehen ist nicht ganz einfach, das Eis sollte nur kurz in der Schokoladenglasur gewendet werden. Wenn man dies zu langsam macht, haftet die Glasur nicht mehr so gut am Eis. Wer dabei unsicher ist, kann auch die Schokolade über das Eis träufeln.


Jetzt muss nur noch die Sonne bleiben und dann ist der Eisgenuss perfekt! Findet Ihr nicht auch? :)

Alles Liebe Ida

Sonntag, 17. Mai 2015

Selbstgemachte Quinoa-Tacos mit würziger Rhabarber-Linsenhack-Füllung und einer zarten Cashewsauce mit frischen Kräutern

Gefüllte Tacos ist eines meiner absoluten Lieblingsgerichte. Knackig, saftig, frisch, heiss und vor allem unglaublich wandelbar! Egal, was ich schon alles ausprobiert habe, eine Tacoidee wird bestimmt immer irgendwo in meinem Kopf umhergeistern ;) Heute wollte ich sie mal ganz ohne Gluten und deshalb habe ich die Shells aus meinen Quinoa-Tortillas zubereitet. Das sorgt ausserdem für ein raffniertes, nussiges Aroma im Hintergrund. Als es an die Füllung ging, war ich etwas linseninspiriert :D. Angebraten mit Blumenkohl, Karotten, Ahornsirup und Rhabarer haben sie für mein geschmackliches Empfinden aber eine ganz neue Dimension erreicht! Ihre reichhaltigen Noten kombiniert mit der leichten rhabarberlichen Säure und einem Schuss Ahornsirup… Da geht einem doch gleich der Mund auf :P Rundum perfekt wird das Arrangement schliesslich durch die Cashewsauce mit Petersilie und Koriander, die noch etwas mehr Kosmopolitik ins Spiel bringt ;) Da sollte doch für jeden was dabei sein! Geniesst den Tag und geniesst Eure Küchen!             

 

Rezept für drei bis vier Personen

Für die Rhabarber-Linsen-Füllung
100 g Belugalinsen
275 g Blumenkohlröschen
4 Karotten (ca. 300 g)
1 Rhabarberstange (ca. 150 g)
1 Zwiebel
1 – 2 Chilischoten
1 TL Olivenöl
2 EL Tomatenmark
½ Koriandersamen (gemahlen)
½ TL Kreuzkümmelsamen
200 ml Wasser
1 TL Ahornsirup
Salz
 
Für die Cashewsauce
50 g Cashewnüsse
75 ml Wasser
1 Handvoll Korianderblätter
1 Handvoll glatte Petersilie
Salz

Ausserdem:
10 Quinoatortillas (hier das Rezept)
Gemüse (z.B. Tomaten, Gurke, Zwiebeln,
Radieschen, Karotten, etc.) und
Salat zum Füllen

 
Als Erstes die Belugalinsen in reichlich ungesalzenem Wasser kochen, bis sie nur noch einen leichten Biss (ca. 30 Minuten) haben.

Inzwischen die Karotten schälen und gemeinsam mit den Blumenkohlröschen klein schneiden. Den Rhabarber und die Chilischoten waschen und ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen, fein hacken und in einer beschichteten Bratpfanne in dem Teelöffel Olivenöl glasig braten. Das Tomatenmark zugeben und kurz mitbraten. Danach die geschnittenen Blumenkohlröschen und Karottenstücke untermischen und alles auf mittlerer Hitze ca. 3 Minuten anbraten. Das Gemüse mit dem gemahlenen Koriander, den Kreuzkümmelsamen und etwas Salz würzen. Nun noch die Rhabarberstücke und Chilis sowie die gekochten Linsen zugeben. Alles mit dem Wasser ablöschen und auf kleiner Hitze köcheln lassen, bis das Wasser fast vollständig verdampft und eine cremige Sauce entstanden ist. Zuletzt den Ahornsirup zugeben und alles mit Salz und ev. noch mehr gemahlenem Koriander und Kreuzkümmelsamen abschmecken.

Den Ofen auf 180° vorheizen.

Für die Tacos die Quinoatortillas immer über zwei Stäbe eines Gitterrosts hängen (wie wenn man Wäsche aufhängt) und im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten knusprig backen.
 
 
Während die Tacos im Ofen sind, die Cashewnüsse mit dem Wasser zu einer glatten Sauce pürieren. Die Koriander- und Petersilienblätter waschen, trocknen und fein hacken. Die gehackten Kräuter unter die Cashewsauce mischen und die Sauce mit Salz würzen.

 
Den Salat waschen und das weitere Gemüse für die Füllung waschen und in Streifen schneiden.

Die Knusprigen Taco Shells vom Gitterrost nehmen und noch warm mit dem geschnittenen Gemüse und Salat, der Rhabarber-Linsen-Füllung und der Cashewsauce füllen.
 
 
 
Ich wünsche Euch viel Spass mit diesem frisch-sommerlichen Gericht und morgen einen tollen Start in die neue Woche!

Alles Liebe

Freitag, 15. Mai 2015

Blog Award

Wow, vielen Dank für zwei Nominierungen zum  Creative Blogger Award von der lieben Anja mit ihrem schönen Blog: Foodfreshion und von der lieben Vanessa mit dem tollen Van Vegan Blog.


Und natürlich auch vielen, vielen Dank an die zweite Anja mit ihrem wunderbaren Blog The vegan Foodnerd zur Nominierung des „liebster Award“.

Und jetzt noch eine zusätzlich Nominierung über die ich mich sehr gefreut habe, von der lieben Solveig mit ihrem tollen und liebevoll gestalteten Blog MigiMagaMagiBaba

Vielen Dank an Euch alle!


Ich habe mich wirklich sehr über die Nominierungen gefreut und freue mich jetzt Euch etwas mehr über mich zu erzählen. Da es zwei verschiedene Auszeichnungen mit ähnlichen aber trotzdem nicht gleichen Bedingungen sind, versuche ich das Ganze etwas zusammenzufassen und von beiden etwas zu nehmen. Ich denke mal, das sollte schon in Ordnung gehen… ;)

Regeln des Awards:
Danke und poste den Link der Person, die Dich nominiert hat
Nominiere einige weitere Blogs
Erzähle 5 Fakten über Dich oder beantworte 10 Fragen :)
Wenn Du die Fragen beantwortet hast, erstelle 10 neue Fragen
Informiere die Personen, die Du nominiert hast

5 Fakten über mich verbunden mit den zehn Fragen des „liebster Award
 

1.Was war der Auslöser, durch den du vegan geworden bist (oder angefangen hast, vegan zu essen)?
Der Grundstein für meine vegane Lebensweise wurde eigentlich schon früh in meiner Kindheit von meiner Mutter gelegt. Sie hat uns Kinder zuerst vegetarisch und dann vegan ernährt. Im Teeniealter wurde ich durch die Schule, meine Gelüste und meine Freunde wieder zum Allesesser. Doch als meine zwei Schwestern aus eigener Überzeugung konsequente Veganer wurden, wurde mein schlechtes Gewissen immer grösser und ich entschied mich wieder für diese Lebensweise.
 
2. Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Ich war selber viel auf Foodblogs unterwegs und habe mir dort Inspirationen geholt. Ich finde es eine tolle Möglichkeit, die vegane Lebensweise in die Küchen der Welt zu bringen. Ausserdem hat man nirgends sonst einen so direkten und wohlwollenden Austausch mit den Lesern. Irgendwann hab ich mir gedacht,  ich könnte das mit meinen Kreationen auch probieren und zack jetzt bin ich mittendrin :D

3.Wenn du in 1 Stunde hungrigen Besuch bekämest, was würdest du ohne Einkaufen zu gehen schnell noch kochen (aus dem, was du da hast)?
Entweder würde ich einen asiatischen Wok mit Glasnudeln, Erdnusssauce und dem vorhandenen Gemüse in meinem Kühlschrank machen, denn diese Dinge habe ich fast immer zuhause. Oder eine schnelle Farinata, denn Kichererbsenmehl und Wasser habe ich garantiert immer da und die würde ich dann je nach Zutaten, die vorhanden sind, verfeinern. Diese beiden Gerichte mag ich selber sehr gerne, sie gehen schnell und schmecken einfach immer toll!

4.Bitte nenn mir ein Lieblingsbuch, einen Lieblingsfilm/Serie und eine Lieblingsband (oder Sänger*in) :)
Lieblingsbuch: Erste Liebe von Turgenjew (durch dieses Buch kam meine Mutter zum ersten Mal mit meinem Vornamen Sinaïda in Berührung ;) ), Lieblingsfilm: Who am I, Lieblingsserie: The Nanny, Sängerin und Band: sind immer wechselhaft

5.Wofür gibst du gerne (viel) Geld aus?
Für Lebensmittel, Restaurantbesuche, Dekoartikel, Ferien und für Kleider gebe ich mein meistes Geld aus.

6.Was ist das Ungesündeste, was sich momentan in deinem Kühlschrank befindet?
Momentan lebe ich sehr gesund, das einzige etwas ungesündere ist ein „Fertigblätterteig“, den aber meine jüngere Schwester Lila verwenden wird. :)

7.Was wird in deinem Leben im nächsten Jahr signifikant anders sein?
Keine Ahnung, ich lasse mich überraschen… ;)

8.High Heels oder Sneakers?
Eher Sneakers, aber für festliche Anlässe dürfen es gerne High Heels sein.

9.Was würdest du für Steffen Henssler kochen?
Mein veganes Tamago Sushi, da er ja ein absoluter Sushifan ist.

10.Wann hast du dich das letzte Mal so richtig gefreut und worüber?
Letzte Woche über die schon 2000 Likes auf meiner Facebookseite, das hat mich wirklich total gefreut und auch stolz gemacht. :)

So, jetzt habe ich meine Aufgabe gelöst und ich denke, Ihr wisst wieder etwas mehr über mich.

Nun darf ich auch noch einige Bloggerkollegen nominieren und überlasse ihnen die Entscheidung, ob sie 5 Fakten über sich erzählen möchten oder meine 10 Fragen beantworten wollen.

Meine Fragen:

1. Was bedeutet Dir Dein Blog?

2. Was machst Du in Deiner Freizeit, wenn Du nicht am Bloggen bist?

3. Welche Landesküche inspiriert Dich und magst Du am liebsten?

4. Wohin würdest Du auswandern und warum?

5. Womit kann man Dir eine Freude bereiten?

6. In welcher Zeitepoche hättest Du gerne gelebt?

7. Hast Du ein Laster, das Du Dir gerne abgewöhnen würdest?

8. Was war bisher Dein schönstes Erlebnis?

9. Bist Du eher ein Nacht- oder Tagmensch?

10. Wen würdest Du mal gerne bekochen?

 
Und jetzt lüfte ich das Geheimnis, wer meine Auserwählten sind:



Krisi von Excuse me but…


Jule und Susi von Kochmädchen

Rosi von Bliesgaufrau

Frl. Zyx von Freitraum

 
Ich wünsche meinen Nominierten viel Spass und Euch allen...
 
alles Liebe Eure Ida! :)

Hirsebrötchen mit dreierlei Kernen (Sonnenblumen- Kürbis- und Pinienkerne) - vegan, glutenfrei und nussfrei und ohne Xanthan

Ofenfrische Brötchen direkt vom Bäcker am Sontagmorgen beim gemütlichen Frühstück… Das ist doch einfach ein Träumchen :D Aber unser Bäcker ist leider nicht sonderlich interessiert an veganer und glutenfreier Backkunst, und ich zweifle ausserdem auch an der Grenzenlosigkeit seiner kulinarischer Fantasie :P Also heisst es für mich einfach selber den Brotteig in die Hand nehmen! Und der kommt heute gänzlich ohne Mehl und Nüsse aus. Als Grundzutat dient nämlich die famose Getreideperle namens Hirse - mit wohlwollender Unterstützung aus der Kernenfraktion. Die lebenserweckenden Schätzchen von Pinie, Sonnenblume und Kürbis umspielen das reichhaltige Hirsearoma nach allen Regeln der Kunst und setzen den Brötchen auch optisch das Krönchen auf ;). Das Zubereiten des Teiges geht wirklich ruckzuck, es kostet Euch also ganz sicher nicht mehr Zeit, als zum Bäcker rüberzuspazieren. Kaum aus dem Bett gehopst und den Teig geknetet, da kann man sich schon wieder unter die Decke kuscheln ;). Bis man vom köstlichen Duft aus dem Ofen endgültig in die Küche gelockt wird :P

 
Selbstverständlich eignen sich diese Brötchen nicht nur fürs Frühstück, sondern genauso für den Grillabend oder den extravaganten kleinen Hunger am Nachmittag. Ein paar Gewürze oder Trockenfrüchte mit dazu und schon erstrahlen sie in einem ganz anderen Licht ;)

 
Rezept ergibt 5 Brötchen

Für den Teig
175 g Hirse
150 g Sonnenblumenkerne
50 g Kürbiskerne
20 g Flohsamenschalen
15 g Leinsamenmehl
1 ½ TL Backpulver
Grobes Meersalz
225 ml Wasser

Ausserdem:
50 g Pinienkerne
25 Sonnenblumenkerne
25 g Kürbiskerne

Für das Dekor
getrocknete Minze, getrockneter Oregano und
einige Sonnenblumenkerne


Für den Teig die Hirse in einem leistungsstarken Mixer zu feinem Mehl mahlen. Das Hirsemehl in eine grosse Schüssel füllen. Nun die Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne im Mixer ebenfalls fein mahlen und dann zum Hirsemehl geben. Jetzt die Flohsamenschalen, das Leinsamenmehl, das Backpulver und die ganzen Kerne (Sonnenblumenkerne, Pinienkerne und Kürbiskerne) zugeben und kräftig mit grobem Meersalz würzen. Alles gut mischen und dann das Wasser einfliessen lassen. Mit den Händen das Ganze ca. 5 Minuten gut kneten, sodass der Teig geschmeidig wird und nicht mehr an der Schüssel klebt. Den Teig 20 Minuten in der Schüssel ruhen lassen.

Inzwischen den Ofen auf 180° vorheizen.

Danach den Teig in fünf Portionen teilen und zu Brötchen formen. Die Brötchen nach Wahl mit der getrockneten Minze, Oregano oder Sonnenblumenkernen dekorieren. Die Brötchen auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen ca. 30 Minuten backen. Mit einem Zahnstocher überprüfen, ob sie schon fertig sind. Die fertigen Brötchen abkühlen lassen und dann mit beliebigen Aufstrichen und Füllungen geniessen.
 
 
Anmerkungen: Wer kein Leinsamenmehl hat, nimmt einfach Leinsamen und mahlt sie gemeinsam mit den Sonnenblumen- und Kürbiskernen.
Die Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne können beliebig durch andere Kerne und Nüsse, die zu Mehl gemahlen werden, ergänzt oder ersetzt werden.


Viel Spass bei der Suche nach Eurer liebsten Brötchenvariation!

Alles Liebe Ida

Donnerstag, 14. Mai 2015

Mit Salzzitrone und Tahin gebackene Süsskartoffeln und Kichererbsen

Heute gibt es wieder einmal ein Rezept mit typischen Knusperkabinett-Zutaten. Süsskartoffeln, Tahin, Minze, Petersilie, Chili und Kichererbsen gehören nämlich, wie viele von Euch mittlerweile wissen zu meinen Geheimwaffen. Meistens verwende ich sie einzeln mit anderen Zutaten, oder in Teilkombinationen. Doch die geballte Kraft dieser Lebensmittel für ein Rezept zu verwenden ist heute für mich das erste Mal. Bevor Ihr das Rezept erhält, möchte ich Euch noch kurz erzählen, wie das Ganze begonnen und die Entstehung des Gerichtes seinen Lauf genommen hat. Eigentlich ist nämlich meine Mutter die Ursache. Sie hatte in ihrer Küche einen ganzen Topf gekochter Kichererbsen auf Vorrat, die danach geschrien haben, von mir verarbeitet zu werden. Also war ja klar, dass ich mir gleich eine Portion abzwacken musste und mich damit einen Stock höher in mein eigenes Küchenreich zurückzog. Durch das offene Küchenfenster schien die pralle Mittagssonne und versetzte mich geistig in das ferne Marrakesch mit seinen satten Farben und Gerüchen. Da lag es auf der Hand, dass meine eingelegten Salzzitronen, die ich Euch vor ein paar Wochen gezeigt habe, ein weiteres Mal zum Einsatz kamen. Die Zitronen konnten in der zwischen Zeit noch weiter „reifen“ und haben eine wunderbaren Saft abgegeben, der sich wie die Zitronen selber, ideal zum Würzen verwenden lässt. Um das Salzige der Zitronen abzurunden und das Gericht noch nahrhafter zu machen, habe ich Süsskartoffeln genommen und diese zusammen mit den Kichererbsen im Ofen gebacken. Das war definitiv eine gute Entscheidung der süsse Geschmack der Süsskartoffel harmoniert so wunderbar mit der kräftigen Salzzitrone, der nahrhaften Kichererbse und dem erdigen Tahin, welches ich als Sauce verwendet habe. Natürlich durften bei den Gewürzen Minze, Chili und Petersilie auf keinen Fall fehlen, aber als besonderes Ass hatte ich heute das Gewürz aller Gewürze im Ärmel… Schwarzkümmel! Wieso es diese Auszeichnung verdient hat, erklärt eine arabische Weisheit: „Schwarzkümmel heilt jede Krankheit ausser den Tod“. Ob es wirklich gegen alles hilft sei dahingestellt, was ich aber sicher weiss ist, dass meine jüngeren Schwestern Artemis und Diana durch das tägliche Trinken eines Teelöffels Schwarzkümmelöl ganz ohne Chemie und minimalem Aufwand ihren Heuschnupfen losgeworden. Und was ich auch weiss ist, dass es einen fantastischen Geschmack hat! Also so oder so könnt Ihr damit beherzt würzen. :) Mit dem Schwarzkümmel geht meine arabische Reise auch schon wieder zu Ende und die gebackenen, gewürzten und veredelten Zutaten legen sich im harmonischen Einklang auf ein frisches Salatbett. :)


Rezept ergibt drei bis vier Portionen

Für die gebackenen Süsskartoffeln und Kichererbsen 
3 Süsskartoffeln (ca. 550 g)
Kichererbsen gekocht (200 g)
1 Salzzitrone
2 EL Tahin
1 TL Schwarzkümmelsamen
1 TL getrocknete Minze
Chiliflocken und Salz
 
Ausserdem:
1 Chinakohl ( ca. 300 g)
1 Bund Petersilie
1 kleiner Bund Radieschen

Für die Sauce
3 EL Tahin
6 EL Wasser
3 EL Zitronensaft
1 TL Schwarzkümmelsamen
1 TL Einlegsaft der Salzzitronen
Salz und Chiliflocken


Als Erstes den Ofen auf 200° vorheizen.

Jetzt die Süsskartoffeln gründlich waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die geschnittenen Süsskartoffeln gemeinsam mit den Kichererbsen auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen.

 
Die Salzzitrone vierteln und das Fruchtfleisch entfernen (das ist zu salzig). Die Schale der Salzzitronen fein hacken und mit der getrockneten Minze, den Schwarzkümmelsamen, dem Tahin unter die Kichererbsen und Süsskartoffeln mischen. Alles mit Salz und Chiliflocken würzen und nochmals gut vermengen. Das Blech in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen, bis die Süsskartoffeln innen weich und aussen leicht kross sind.

 
Inzwischen für die Sauce das Tahin in einer kleinen Schüssel mit dem Wasser und Zitronensaft mischen. Aus dem Einmachglas der Salzzitronen einen Teelöffel des Saftes nehmen und unter die Sauce mischen. Jetzt die Sauce noch mit den Schwarzkümmelsamen, Salz und Chiliflocken würzen.
 

Nun den Chinakohl und die Petersilie waschen und beides grob hacken. Die Radieschen ebenfalls waschen und in feine Scheiben schneiden. Den Salat auf einer grossen Platte verteilen.

Die gebackenen Süsskartoffeln und Kichererbsen leicht abkühlen lassen und lauwarm unter den Salat mischen. Die Sauce darüber träufeln und die arabisch inspirierte Köstlichkeit geniessen.


Und wo schlendert Ihr in Euren Träumen gerade durch? :)



Alles Liebe Ida

Mixed Summer Pickles

Gefüllte Einmachgläser werden vom Gefühl her doch eher für den Winter aufgehoben. Aber glaubt mir, dieses eingelegte Gemüse übersteht den Sommer nicht. Eisgekühlt, knackig und mit vollem Aroma lässt es einem bei diesen Temperaturen das Wasser im Mund zusammenlaufen! 
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