Seit meine
jüngste Schwester Diana vor einer Woche vor dem Fernseher genüsslich in ein Sombrero
(Tofuwürstchen) gebissen hat, ist in meinem Kopf eine verrückte Idee
herumgeschwirrt, die ich unbedingt verwirklichen wollte: Selbstgemachte Würste
nur aus natürlichen Zutaten und ganz ohne Soja, unnötiges Fett, Gluten,
künstliche Verdickungsmittel oder Geschmacksverstärker! Trotzdem sollten die
Würste in Konsistenz und Geschmack keine Kompromisse eingehen und sich zum
Braten, zum Grillen und zum Dämpfen genauso wie zum kalt Essen (einfach so oder
als Aufschnitt) eignen. Damit hatte ich mir natürlich viel vorgenommen, aber
ehrlich gesagt ging mir ziemlich bald ein Licht auf und ich hatte die perfekte
Lösung vor Augen: Kichererbsenmehl! Dieses „Mehl“ ist ideal, weil es einfach zu
verarbeiten und sehr fein im Geschmack ist und gleichzeitig bindet, ohne jedoch
gummiartig zu werden.
Richtige
Würstchen verlassen natürlich nie ohne ihre besten Freunde Ketchup und Mayo das
Haus und deshalb habe ich auch diese Begleiter in meiner persönlichen
Interpretation hingezaubert ;)
Jedes Rezept ergibt 4 kleine Würste, 1 grosse Wurst oder 2 mittlere Würste
Walnuss-Pilz-Wurst
1 Zwiebel
175 g
Champignons
50 g Walnüsse
1 TL Olivenöl
100 g
Kichererbsenmehl
100 ml Wasser
Salz und Pfeffer
Die Zwiebel
schälen und fein würfeln. Die Pilze abbürsten und ebenfalls in kleine Würfel
schneiden. In einer beschichteten Bratpfanne das Olivenöl erhitzen und die
Zwiebeln darin goldbraun braten. Nun die Pilze zugeben und alles scharf
anbraten, bis die Pilze weich sind und es keine Flüssigkeit mehr in der Pfanne
hat. Die Pilze mit Salz und Pfeffer abschmecken und in eine grosse Schüssel
geben. Die Walnüsse ebenfalls sehr fein hacken und ohne Fett anrösten, danach ebenfalls zu den Pilzen geben. Sobald die Pilze etwas abgekühlt sind, das Kichererbsenmehl und das
Wasser untermischen und so lange rühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen
sind.
Jetzt vier Blatt
hitzebeständige Klarsichtfolie 20 x 20 cm (oder Backpapier oder kleine
Mousselinetücher) vorbereiten. Je einen Viertel der Kichererbsenmasse
wurstartig auf der Klarsichtfolie verteilen und nun eng einrollen (gleiches
Prinzip wie ein Strudel gemacht wird).
Die Enden in die Hand nehmen und die
Wurst in der Luft schwingen, bis die Folie prall wird und gut verschlossen ist.
Einen Topf mit
Wasser auf kleiner Stufe erhitzen. Einen Dampfaufsatz (oder Dampfkorb) auf die
Pfanne stellen und die Würste darin ca. 45 Minuten dämpfen.
Mit den Händen
überprüfen ob sie schon fest geworden sind. Die fertigen Würste zehn Minuten
ruhen lassen und dann entweder so verzehren oder anbraten. Wenn sie noch fester
werden sollen, über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Würste schmecken
übrigens auch roh als Aufschnitt sehr gut.
Petersilie-Oliven-Wurst
100 g
Kalamataoliven
20 g Petersilie
1 EL
Zitronensaft
Chiliflocken und
Salz
100 g
Kichererbsenmehl
100 ml Wasser
Die Petersilie
waschen und fein hacken. Die Oliven entkernen und ebenfalls fein hacken. Beides
mit dem Kichererbsenmehl und dem Wasser in einer grossen Schüssel vermengen und
rühren, bis keine Klümpchen mehr sichtbar sind. Mit Chiliflocken und Salz
abschmecken.
Jetzt vier Blatt
hitzebeständige Klarsichtfolie 20 x 20 cm (oder Backpapier oder kleine
Mousselinetücher) vorbereiten. Je einen Viertel der Kichererbsenmasse
wurstartig auf der Klarsichtfolie verteilen und nun eng einrollen (gleiches
Prinzip wie ein Strudel gemacht wird). Die Enden in die Hand nehmen und die
Wurst in der Luft schwingen, bis die Folie prall wird und gut verschlossen ist.
Einen Topf mit
Wasser auf kleiner Stufe erhitzen. Einen Dampfaufsatz (oder Dampfkorb) auf die
Pfanne stellen und die Würste darin ca. 45 Minuten dämpfen. Mit den Händen überprüfen
ob sie schon fest geworden sind. Die fertigen Würste zehn Minuten ruhen lassen
und dann entweder so verzehren oder anbraten. Wenn sie noch fester werden
sollen, über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Würste schmecken übrigens
auch roh als Aufschnitt sehr gut.
Orient-Karotte-Wurst
1 Zwiebel
2 Karotten (ca. 200 g)
1 TL Olivenöl
¼ TL Paprika
rosenscharf
1 TL Paprika
edelsüss
½ TL gemahlener Kreuzkümmel
½ TL getrocknete
Minze
100 g
Kichererbsenmehl
100 ml Wasser
Salz und
Chiliflocken
Die Zwiebel und
Karotten schälen. Nun die Zwiebel fein hacken und die Karotten fein reiben. Das
Olivenöl in einer beschichteten Bratpfanne erhitzen und die Zwiebeln darin
goldbraun braten. Jetzt die Karottenraspeln zugeben und braten, bis sie weich
sind und kein Wasser mehr in der Pfanne ist. Jetzt alle Gewürze zufügen und
alles mit Salz und Chiliflocken abschmecken. Das Karottengemüse in eine grosse
Schüssel geben und abkühlen lassen. Danach das Kichererbsenmehl und das Wasser
untermischen und rühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Die fertige
Masse probieren und ggf. nochmals abschmecken.
Jetzt vier Blatt
hitzebeständige Klarsichtfolie 20 x 20 cm (oder Backpapier oder kleine
Mousselinetücher) vorbereiten. Je einen Viertel der Kichererbsenmasse wurstartig
auf der Klarsichtfolie verteilen und nun eng einrollen (gleiches Prinzip wie
ein Strudel gemacht wird). Die Enden in die Hand nehmen und die Wurst in der
Luft schwingen, bis die Folie prall wird und gut verschlossen ist.
Einen Topf mit
Wasser auf kleiner Stufe erhitzen. Einen Dampfaufsatz (oder Dampfkorb) auf die
Pfanne stellen und die Würste darin ca. 45 Minuten dämpfen. Mit den Händen
überprüfen ob sie schon fest geworden sind. Die fertigen Würste zehn Minuten
ruhen lassen und dann entweder so verzehren oder anbraten. Wenn sie noch fester
werden sollen, über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Würste schmecken
übrigens auch roh als Aufschnitt sehr gut.
Apfel-Curry-Wurst
1 Zwiebel
2 Äpfel (ca. 350
g)
1 TL Rapsöl
1 ½ EL Currypulver
1 cm Ingwer
75 g
Kichererbsenmehl
75 ml Wasser
Salz
Die Zwiebel und
die Äpfel schälen. Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und die Äpfel fein
reiben (das Kerngehäuse nicht mit verarbeiten). Jetzt das Rapsöl erhitzen und
die Zwiebelwürfel darin goldbraun braten. Die Apfelraspeln zugeben und solange
braten, bis kein Wasser mehr in der Pfanne ist. Den Ingwer ebenfalls reiben und
mit dem Currypulver zu den Äpfeln geben. Alles in eine grosse Schüssel füllen
und abkühlen lassen. Danach das Kichererbsenmehl und das Wasser zufügen und
rühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Die Kichererbsenmasse mit Salz
abschmecken.
Jetzt vier Blatt
hitzebeständige Klarsichtfolie 20 x 20 cm (oder Backpapier oder kleine
Mousselinetücher) vorbereiten. Je einen Viertel der Kichererbsenmasse wurstartig
auf der Klarsichtfolie verteilen und nun eng einrollen (gleiches Prinzip wie
ein Strudel gemacht wird). Die Enden in die Hand nehmen und die Wurst in der
Luft schwingen, bis die Folie prall wird und gut verschlossen ist.
Einen Topf mit
Wasser auf kleiner Stufe erhitzen. Einen Dampfaufsatz (oder Dampfkorb) auf die
Pfanne stellen und die Würste darin ca. 45 Minuten dämpfen. Mit den Händen
überprüfen ob sie schon fest geworden sind. Die fertigen Würste zehn Minuten
ruhen lassen und dann entweder so verzehren oder anbraten. Wenn sie noch fester
werden sollen, über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Würste schmecken
übrigens auch roh als Aufschnitt sehr gut.
Rote
Beete-Thymian-Wurst
1 Rote Beete
(ca. 120 g)
80 g Lauch
1 TL Olivenöl
1 TL Thymianblätter
75
Kichererbsenmehl
75 ml Wasser
Salz und Pfeffer
Den Lauch
waschen und fein hacken, die Rote Beete ebenfalls waschen (wer möchte kann sie
auch schälen) und fein reiben. Das Olivenöl in einer beschichteten Pfanne
erhitzen und den gehackten Lauch mit den Randenraspeln weich braten. Sobald das
ganze Wasser verdampft ist, alles in eine Schüssel geben und mit dem Thymian,
Salz und Pfeffer würzen. Nachdem das Gemüse ausgekühlt ist, das
Kichererbsenmehl und das Wasser zufügen und rühren, bis keine Klümpchen mehr
sichtbar sind. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Jetzt vier Blatt
hitzebeständige Klarsichtfolie 20 x 20 cm (oder Backpapier oder kleine
Mousselinetücher) vorbereiten. Je einen Viertel der Kichererbsenmasse
wurstartig auf der Klarsichtfolie verteilen und nun eng einrollen (gleiches
Prinzip wie ein Strudel gemacht wird). Die Enden in die Hand nehmen und die
Wurst in der Luft schwingen, bis die Folie prall wird und gut verschlossen ist.
Einen Topf mit
Wasser auf kleiner Stufe erhitzen. Einen Dampfaufsatz (oder Dampfkorb) auf die
Pfanne stellen und die Würste darin ca. 45 Minuten dämpfen. Mit den Händen
überprüfen ob sie schon fest geworden sind. Die fertigen Würste zehn Minuten
ruhen lassen und dann entweder so verzehren oder anbraten. Wenn sie noch fester
werden sollen, über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Würste schmecken
übrigens auch roh als Aufschnitt sehr gut.
Tomaten-Basilikum-Wurst

2 Tomaten
8 getrocknete in
Öl eingelegte Tomaten
2 Esslöffel
gehackter Basilikum
½ TL
getrockneter Oregano
75 g
Kichererbsenmehl
3 EL Wasser
Salz und Pfeffer
Die Tomaten
waschen und den Strunk entfernen. Die Tomaten mit vier getrockneten Tomaten
pürieren und in eine grosse Schüssel geben. Die restlichen getrockneten Tomaten
fein hacken und gemeinsam mit dem Basilikum, dem Oregano, dem Kichererbsenmehl
und dem Wasser zu den pürierten Tomaten geben. Alles gut mischen, bis keine
Klümpchen mehr zu sehen sind. Die Kichererbsenmasse mit Salz und Pfeffer würzen.
Jetzt vier Blatt
hitzebeständige Klarsichtfolie 20 x 20 cm (oder Backpapier oder kleine
Mousselinetücher) vorbereiten. Je einen Viertel der Kichererbsenmasse
wurstartig auf der Klarsichtfolie verteilen und nun eng einrollen (gleiches
Prinzip wie ein Strudel gemacht wird). Die Enden in die Hand nehmen und die
Wurst in der Luft schwingen, bis die Folie prall wird und gut verschlossen ist.
Einen Topf mit
Wasser auf kleiner Stufe erhitzen. Einen Dampfaufsatz (oder Dampfkorb) auf die
Pfanne stellen und die Würste darin ca. 45 Minuten dämpfen. Mit den Händen
überprüfen ob sie schon fest geworden sind. Die fertigen Würste zehn Minuten
ruhen lassen und dann entweder so verzehren oder anbraten. Wenn sie noch fester
werden sollen, über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Würste schmecken
übrigens auch roh als Aufschnitt sehr gut.
Zucchetti-Lauch-Wurst
1 Zucchetti
50 g Lauch
1 TL Olivenöl
75 g
Kichererbsenmehl
75 ml Wasser
Den Lauch waschen
und fein hacken, die Zucchetti ebenfalls waschen, die Enden abschneiden und
fein reiben. Das Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und den
gehackten Lauch und die Zucchettiraspeln darin weich braten. Wenn das ganze
Wasser verdampft ist, das Gemüse in eine grosse Schüssel geben und auskühlen
lassen. Danach das Kichererbsenmehl und das Wasser zugeben und alles gut
vermischen, bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben.
Jetzt vier Blatt
hitzebeständige Klarsichtfolie 20 x 20 cm (oder Backpapier oder kleine Mousselinetücher) vorbereiten. Je einen Viertel der Kichererbsenmasse
wurstartig auf der Klarsichtfolie verteilen und nun eng einrollen (gleiches
Prinzip wie ein Strudel gemacht wird). Die Enden in die Hand nehmen und die
Wurst in der Luft schwingen, bis die Folie prall wird und gut verschlossen ist.
Einen Topf mit
Wasser auf kleiner Stufe erhitzen. Einen Dampfaufsatz (oder Dampfkorb) auf die
Pfanne stellen und die Würste darin ca. 45 Minuten dämpfen. Mit den Händen
überprüfen ob sie schon fest geworden sind. Die fertigen Würste zehn Minuten
ruhen lassen und dann entweder so verzehren oder anbraten. Wenn sie noch fester
werden sollen, über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Würste schmecken
übrigens auch roh als Aufschnitt sehr gut.
Rezepte ergeben eine Portion Ketchup und eine Portion Mayo
Für das Apfelketchup
1 Zwiebel
2 Äpfel (ca. 225g)
1 TL Rapsöl
150 g
Tomatenpassata
500 ml
naturtrüber Apfelsaft (vegan)
1 Habanerochili
(oder eine mildere)
Salz
Die Zwiebel
schälen und hacken, die Äpfel ebenfalls schälen, vierteln, vom Kerngehäuse
befreien und in feine Würfel schneiden. In einem grossen Topf das Rapsöl
erhitzen und die Zwiebeln darin glasig braten. Nun die Apfelstücke zugeben, mit
Salz würzen und 5 Minuten anbraten. Währenddessen immer wieder umrühren, damit
die Äpfel nicht anbrennen. Jetzt die Tomatenpassata untermischen und mit dem
Apfelsaft ablöschen. Die Habanerochili waschen und fein hacken (wer es weniger
scharf möchte, die Kernen entfernen oder eine mildere Chili nehmen) und
ebenfalls zum Ketchup geben. Alles auf kleiner Stufe 30 Minuten eindicken
lassen. Mit einem Kartoffelstampfer die Äpfel zerstampfen (wenn das Ketchup
feiner sein soll mit einem Pürierstab pürieren) und nochmals kurz aufkochen.
Das Ketchup kann einige Tage im Kühlschrank in einem sauberen gut
verschlossenen Gefäss aufbewahrt werden.
Für die
Zucchini-Senf-Mayo
1 Zucchetti (ca.
225 g)
75 g Cashewnüsse
2 TL Senfsamen
2 EL
Zitronensaft
Salz
Die Zuccchetti
schälen und die Enden abschneiden. Die Zucchetti in grosse Stücke schneiden und
mit den übrigen Zutaten im Mixer zu einer glatten Mayonnaise pürieren. Mit Salz
abschmecken und in einer Schale im Kühlschrank bis zum Verzehr kalt stellen.
Wer eine richtige Aufschnittwurst haben möchte, die ganze Kichererbsenmasse in ein grösseres Stück Klarsichtfolie wickeln und dann ca. 1 ½ Stunden dämpfen. Bei der Grösse und Dicke kann sowieso nach Geschmack variiert werden.
Viel Spass beim Experimentieren ;)
Alles Liebe Ida