Montag, 2. November 2015

vegane Traubentarte mit glutenfreiem Mürbeteig und fruchtiger Birnencrème

Normalerweise treibt der Herbst ja das Laub in die Lüfte, aber bei mir hat er heute die Trauben tanzen lassen :D Nachdem ich einen knusprigen glutenfreien Boden aus aromatischen Haferflocken und Haselnüssen gebacken und die hauchzarte Decke aus Kaiser-Alexander-Birnen darüber gelegt hatte, purzelten die Kerlchen freudig auf die Tarte! Aber ganz ehrlich, diesem Bett hätte ich auch nicht widerstehen können. Der Teig der Tarte schmeckt wunderbar intensiv und präsentiert sich in einem herbstlichwarmen Goldton. Er stellt das rustikale Gegenstück zur feingesponnenen hellen Creme dar. Diese besteht nämlich nur aus Birnen und Cashewnüssen und punktet so mit ihrer Leichtigkeit und Anmut. Die milde Süsse aus den Früchten macht ihrem Ruf alle Ehre und zeigt einem wieder mal, dass man problemlos ohne den gewöhnlichen weissen Zucker geniessen kann ;) Ich hätte den Trauben noch ewig lange bei ihrem Schläfchen zuschauen können, so schön waren sie anzusehen! Doch als ich schliesslich von meiner Tarte kostete, war ich es, die ins Land der Träume entführt wurde…  

Rezept ergibt eine kleine Tarte (13 cm Ø)

Für den Boden
100 g Haferflocken (glutenfrei)
50 g gemahlene Haselnüsse
50 g Vollrohrzucker
20 g Kokosöl
½ TL Backpulver
2 ½ EL Wasser

Für die Birnencrème
275 g Kaiser Alexander Birnen (geschält und geschnitten)
100 g Cashewnüsse
1 Spritzer Zitronensaft

Ausserdem:
Kokosöl zum Einfetten der Form
Ca. 250 g Trauben (farbig)

Den Ofen auf 180° vorheizen.

Die Haferflocken gemeinsam mit den gemahlenen Haselnüssen im Mixer zu feinem Mehl mahlen. Das Mehl in eine Schüssel füllen und mit dem Vollrohrzucker, Kokosöl, Backpulver und dem Wasser vermengen. Alles gut kneten, damit ein homogener Teig entsteht.

Den Boden einer kleinen Tarteform (10 cm Ø) Backpapier auslegen und den Rand mit Kokosöl einfetten.

Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie zu einem ca. 13 cm Ø Kreis ausrollen und dann vorsichtig in die Form legen. Falls der Teig etwas auseinanderfällt, macht das gar nichts, einfach den zerbröselten Teig gut in die Form drücken. Den Tarteboden im vorgeheizten Ofen 15 Minuten backen. Den fertig gebackenen Boden auskühlen lassen und dann aus der Form auf einen grossen Teller legen.

Inzwischen die geschnittenen Birnen gemeinsam mit den Cashewnüssen und dem Spritzer Zitronensaft im Mixer zu einer glatten Crème pürieren. Die Crème auf dem ausgekühlten Boden verteilen.
Die Trauben waschen, halbieren und entkernen. Die halbierten Trauben auf der Tarte drapieren. Die fertige Tarte mit einem scharfen Messer in Stücke schneiden und auf kleinen Tellern anrichten.


Gönnt Euch doch auch mal ein Päuschen und probiert diese Köstlichkeit ;)


Alles Liebe Ida

Montag, 26. Oktober 2015

Selbstgemachter Feigensenf

Im Herbst erwacht in mir immer mein Sammelinstinkt! Jedes Mal wenn ich einkaufen gehe, würde ich am liebsten gleich alles mitnehmen, was mein Herz nur ansatzweise erwärmt! Egal ob es Dekoartikel, Kleider oder Lebensmittel sind... Der Herbst macht mich regelrecht gierig! So ging es mir auch diese Woche als ich mir auf dem Markt ein gutes Kilo Feigen geben liess. Die Marktfrau fragte mich noch, ob das nicht etwas viel sei, sie wäre nächste Woche wieder da. Doch ich war mir meiner Sache sicher, die Feigen hatten diese wunderschön  leuchtend violette Farbe; ich musste sie einfach mitnehmen. Für meine Herbsttarte benötigte ich jedoch nur drei Feigen und so stand ich schliesslich mit gut einem Dutzend Feigen, die unbedingt verwendet werden mussten. Denn Feigen werden bekanntlich sehr schnell zu weich und somit  verlieren sie nicht nur ihr schönes Äusseres sondern auch  ihren guten Geschmack. Keine Frage, ich hätte die Feigen auch einfach so, als Salatbeilage, oder für ein Müsli verwenden können. Doch das war mir definitiv zu wenig. Ich wollte die Feigen nicht nur so nebenbei geniessen sondern diese Frucht der Verführung richtig anerkennen. Plötzlich hatte ich die springende Idee: Feigensenf! Das wars, denn so habe ich wirklich lange etwas von ihnen und bei jedem genüsslichen Löffel dieses süsslich scharfen Senfs, werden die Feigen von neuem geehrt. Den Feigensenf herzustellen, ging unglaublich schnell und einfach – sogar so schnell, dass ich froh bin, mich nicht von der Verkäuferin überzeugen zu lassen habe. Nein, ehrlich gesagt, bereue ich es schon fast ein bisschen, dass mein Sammelinstinkt nicht stärker durchgeschlagen hat! :)


Rezept ergibt 2 Gläser Feigensenf

650 g frische Feigen
150 g Vollrohrzucker
70 g Weissweinessig (vegan)
3 EL gemahlene gelbe Senfkörner
8 EL Wasser
1 EL gelbe Senfkörner



Die Feigen waschen, halbieren und im Mixer zu einem feinen Püree mixen.

In einem grossen Topf den Vollrohrzucker mit dem Weissweinessig aufkochen und köcheln lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Nun das Feigenmus zugeben und das Ganze ca. 10 Minuten auf kleiner Hitze köcheln lassen.

Das Senfmehl in einer kleinen Schüssel mit dem Wasser mischen und mit den Senfkörnern zum kochenden Feigenmus geben. Das Ganze für weitere 10 Minuten köcheln lassen.

Den fertig gekochten Feigensenf noch heiss in sterilisierte Gläser füllen.

Anmerkungen: Der Feigensenf kann sobald er abgekühlt ist verzehrt werden, schmeckt aber nach einer Woche noch besser, da sein Aroma intensiviert wird. Der Feigensenf ist ungeöffnet einige Monate im Kühlschrank haltbar.
Der Senf kann als Brotaufstrich, für Marinaden, als Sauce für Gemüse und Reis oder als Dip verwendet werden.


Ab jetzt die Tofuwurst immer mit viel Feigensenf geniessen! :P

Alles Liebe Ida
 

Montag, 19. Oktober 2015

Quisir - Kisir aus Quinoa mit Datteln - glutenfrei und vegan

Kisir hat in unserer Familie Tradition. Doch diese Küchenkreation habe für einmal „leider“ nicht ich – sondern meine grosse Schwester Anabel – in die Familie gebracht. Wenn Anabel zu einer Party eingeladen wird oder eine Party schmeisst, dann riecht die Küche ganz schnell nach Paprika, gebratenen Zwiebeln, Granatapfelsirup, frischer Minze und Petersilie. Anabel ist in ihrem ganzen Freundeskreis und bei der ganzen Familie berühmt für ihren erfrischenden und herrlich duftenden Kisir. Den Kisir bereitet sie immer in einer grossen Schüssel zu, die sie jedes Mal von neuem stolz in die Mitte des Tisches stellt, bevor sie sich dann genüsslich nach hinten lehnt und dabei zuschaut, wie sich alle voller Freude über ihren Kisir hermachen. Zurecht, denn diese türkische Köstlichkeit ist wirklich ein Feuerwerk der Geschmäcker. Die frische Minze harmoniert wunderbar mit dem süsssäuerlichen Granatapfelsirup, der leichten Schärfe der Frühlingszwiebel, den saftigen Tomaten, dem einzigartigen Geschmack des süssen und scharfen Paprikamarks, den gebratenen Zwiebeln und dem lieblichen Olivenöl. Die intensiven Düfte dieser Zutaten werden förmlich vom Bulgur aufgesogen und einmal  vereint entsteht dieses Prachtexemplar eines Salates. In meiner Abwandlung des traditionellen Rezepts, bin ich der Linie meiner Schwester treu geblieben. Meine einzige Veränderung: Ich habe statt Bulgur Quinoa verwendet, so ist der Salat weizen- und glutenfrei und für Euch alle zu geniessen. Ausserdem habe ich noch einige Datteln unter den Kisir gemischt, das dem Ganzen, wie ich finde, noch eine zusätzliche Note verleiht und die sowieso schon extravaganten Geschmäcker noch mehr hervorhebt.



Rezept für zwei Personen

Für den Quisir
150 g Quinoa
1 Zwiebel
1 TL Olivenöl
2 EL scharfes Paprikamark (Aci Biber)
2 EL süsses Paprikamark (Pul Biber)
200 ml Wasser

Ausserdem:
1 Frühlingszwiebel
1 Tomate
30 g glatte Petersilie
1 Handvoll Minze
1 Handvoll Datteln
2 EL Zitronensaft
2 EL Granatapfelsirup
2 TL Olivenöl
2 TL getrocknete Minze
Salz
Chiliflocken nach Geschmack


Die Quinoa in reichlich Salzwasser garen, bis sie noch etwas mehr Biss hat, als ihr sie üblich essen würdet.

Inzwischen die Zwiebel schälen und fein hacken. In einer beschichteten Bratpfanne das Olivenöl heiss werden lassen und darin die gehackte Zwiebel glasig braten. Danach das scharfe und süsse Paprikamark zugeben und kurz mitbraten. Das Ganze mit dem Wasser ablöschen und kurz köcheln lassen, bis sich alles verbunden hat. Jetzt nochmals alles richtig aufkochen lassen.

Die noch warme Quinoa in eine feuerfeste Schüssel füllen und die heisse Sauce darüber giessen. Die Schüssel schnell mit Klarsichtfolie abdecken, sodass keine Luft entweichen kann. Die Klarsichtfolie erst entfernen, wenn alles vollständig abgekühlt ist.

Jetzt die Frühlingszwiebel und Tomate waschen und fein schneiden. Die Petersilie und Minze ebenfalls waschen und fein hacken. Die Datteln entkernen und in Ringe schneiden.

Das geschnittene Gemüse, die Kräuter und die Datteln unter den Quisir mischen und alles nur noch mit dem Zitronensaft, Granatapfelsirup, Olivenöl, der getrockneten Minze und etwas Salz abschmecken. Den Kisir nach Geschmack mit Chiliflocken garnieren.
Den Quisir in kleinen Salatschalen anrichten und geniessen.


Ich wünsche Euch ein Feuerwerk der Geschmäcker und viel Genuss!


Alles Liebe Ida

Samstag, 17. Oktober 2015

Mit Ahornsirup gebrannte Nüsse in drei Variationen (Zimt, Vanille, Salz)

Gebrannte Nüsse sind bestimmt für die meisten von Euch ein Relikt Eurer Kindheit. Bei uns gab es zu jedem Jahrmarktbesuch eine kleine Tüte voll gebrannter Mandeln. Meine Schwestern stürzten sich förmlich auf dieses Säckchen, so dass es nicht länger als fünf Minuten in ihren Händen überlebte. Bei mir war es ganz anders, ein zwei Stück habe ich gegessen und dann reichte es mir auch schon wieder für ein Jahr. Bis letzten November die Wende kam, als ich mit meinem besten Freund Beja den Christkindl Markt in München besuchte. Beja liebt Nüsse und zwar zu jeder Zeit und in allen Variationen. Also war schon beim ersten Stand, der gebrannte Nüsse verkaufte klar, dass wir von jeder Sorte mindestens eine Handvoll kaufen mussten. Das taten wir dann auch und knabberten die Nüsse zu einem wärmenden Glühwein und knabberten weiter auf der Heimreise. Ja, seit da bin ich auch auf den Geschmack von gebrannten Nüssen gekommen. Besser gesagt, ich wurde richtig infiziert. Denn seitdem warte ich nur noch darauf, bis es endlich wieder Herbst wird und man so langsam mit dem „Brennen“ beginnen kann. Heute habe ich für mich die Saison eingeläutet und gleich drei verschiedene Variationen zubereitet. Einmal mit Zimt, eine Portion mit Vanille und die letzte mit Salz. Wie ich Euch ja erst gerade erzählt habe, stehe ich total darauf, salzig und süss zu kombinieren. Daher ist die Sorte mit dem Meersalz mein Favorit. Natürlich könnt Ihr Eurer Fantasie freien Lauf lassen und mit den Gewürzen experimentieren wie Ihr wollt. Was ich mir super vorstellen kann und bald ausprobieren werde ist: Chili-Kakao, Kakao, Safran, Kaffee, Anis, Kardamom, Orangenabrieb und Lebkuchengewürz ;) Natürlich könnt Ihr auch bei der Nusswahl ganz Eurem eigenen Geschmack folgen und bspw. statt Cashewnüsse Erdnüsse, Paranüsse, Walnüsse, oder Haselnüsse nehmen. Nun noch ganz kurz zu der Abwandlung die Nüsse mit Ahornsirup statt mit herkömmlichem Zucker zu brennen. Da ich so oft wie möglich Industriezucker vermeiden möchte und ich von vielen von Euch weiss, Ihr versucht das Gleiche, habe ich es einfach mal mit Ahornsirup versucht. Ich verspreche Euch es klappt super und erhält zusätzlich ein feines Aroma.


Rezept ergibt 3 kleine Säckchen

100 g Mandeln
100 g Pekannüsse
100 g Cashewnüsse
9 EL Ahornsirup
½ - 1 TL Zimt
Salz nach Geschmack (ca. ¼ TL)
Mark einer halben Vanilleschote

Die Nüsse in einer beschichteten Bratpfanne goldbraun rösten. Jetzt zwei Drittel der Nüsse aus der Pfanne nehmen. Den übrigen Drittel, der noch in der Pfanne ist, mit Esslöffeln Ahornsirup und dem Zimt karamellisieren lassen. Sobald die Nüsse goldig glänzen, einen zusätzlichen Esslöffel Ahornsirup zugeben. Nun die Nüsse mit einem Löffel ständig umrühren, bis der Sirup richtig an den Nüssen klebt. Die Pfanne vom Herd nehmen und die Nüsse weiter rühren, bis der Zucker im Sirup zu kristallisieren beginnt und die Nüsse dadurch hell und knusprig ummantelt sind. Die fertigen Nüsse auf einem Teller vollständig auskühlen lassen.

Die Pfanne gut auswaschen und abtrocknen und dann mit dem zweiten und dritten Drittel gleich fortfahren.


Die abgekühlten Nüsse in kleine Säckchen oder Gläser füllen und entweder verschenken oder selber naschen. :)


Anmerkungen: Ich habe relativ wenig Sirup genommen um die Nüsse zu brennen. Wenn Ihr eine dickere knusprigere „Zuckerschicht“ haben wollt, nehmt einfach mehr Sirup.
Die gebrannten Nüsse halten sich, in luftdichten Gläsern verschlossen, einige Monate und eignen sich super zum Verschenken.


Viel Spass beim Knabbern!

Alles Liebe Ida

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Herbsttarte mit glutenfreiem Polenta-Hirse-Boden, Blumenkohlcrème, gebackenem Grünkohl-Zwiebel-Belag und frischen Feigen

Ich bin eigentlich gar nicht so der Herbsttyp… Ich mag es nicht, dass die Tage immer kürzer und kälter werden, dass man sich wieder dick einkleiden muss um nicht zu frieren, dass man am Abend nicht mehr einfach draussen sitzen und die Sterne beobachten kann, dass das Leben wieder hauptsächlich drinnen stattfindet und am meisten fehlt mir die Sonne, die mir immer so viel Energie schenkt. Doch einige gute Seiten hat der Herbst auf jeden Fall – zum Beispiel das ganze tolle Herbstgemüse und die bunten Herbstfrüchte, die wieder zurück sind! Es ist wieder Zeit für Kürbis, Grünkohl, Äpfel, Rote Beete, Trauben, Lauch, Feigen, Topinambur, Birnen, usw. So bunt wie der Herbst ist, noch bunter sind die Farben auf dem Wochenmarkt. Und genau da habe ich mich für das heutige Gericht inspirieren lassen. Am ersten Stand wanderte sogleich ein grosser Strauss Grünkohl in meinen Korb. Am zweiten Stand ergatterte ich eine Handvoll herrlich duftender Feigen und am dritten und vierten Stand gönnte ich mir einen Blumenkohl, frisch geerntete Zwiebeln und eine Tüte gefüllt mit Bramata Polenta direkt aus dem schönen Tessin. Glücklich über meine tolle Ausbeute machte ich mich auf den Rückweg, auf welchem sich in meinem Kopf die Zutaten wie von selbst zu einer farbenfrohen Hommage an den Herbst formten. Noch glücklicher kam ich also zuhause an und bevor ich überhaupt alle Zutaten ausgepackt hatte, begann ich mit dem Kochen. Die Polenta mahlte ich gemeinsam mit etwas Hirse zu feinem Mehl um daraus einen saftigen Teig für den Boden meiner Herbsttarte zu formen. Den Blumenkohl verwandelte ich mit der Zugabe von Cashewnüssen, Salz und Pfeffer zu einer schneeweissen Sauce, die der Tarte die nötige Cremigkeit und einen zarten Geschmack verliehen. Die Zwiebeln und den Grünkohl schnitt ich in Streifen, bevor ich sie zum Belegen der Tarte verwendete. Der Grünkohl verlieh der Tarte eine kräftige Würze und die gebackenen Zwiebelstreifen sorgten für eine leichte Süsse. Auf der fertig gebackenen Tarte platzierte ich schliesslich die frischen Feigen, die einerseits – in Kombination mit dem Grünkohl und der weissen Blumenkohlcrème – für ein prächtiges Farbenspiel sorgten und andererseits dem Gericht eine erfrischend fruchtige Note bescherten.



Rezept für vier Personen als Hauptspeise

Für den Boden
100 g grobe Polenta
120 g Hirse
1 TL Backpulver
1 EL Leinsamenmehl
500 ml Wasser
¼ TL Salz
Pfeffer

Für die weisse Crème
250 g Blumenkohl
50 g Cashewnüsse
100 ml Wasser
Salz und Pfeffer

Für den Belag
150 g Grünkohl
1 Zwiebel
1 EL Ahornsirup
Salz

Ausserdem:
Olivenöl
3 frische Feigen

Für den Boden die grobe Polenta in einem leistungsstarken Mixer zu feinem Mehl mahlen. Das Polentamehl in eine Schüssel füllen und mit der Hirse gleich fortfahren. Nun das Backpulver, Leinsamenmehl, Salz und Pfeffer zugeben. Jetzt 300 ml Wasser unterrühren und die flüssige Mischung 20 Minuten stehen lassen.

Inzwischen den Blumenkohl waschen und in kleine Röschen teilen. Die Blumenkohlröschen in einer Pfanne mit Dampfaufsatz weich dämpfen (dauert ca. 25 Minuten).

Den Ofen auf 200° vorheizen.

Den Boden eines flachen Kuchenblechs (34 cm Ø), mit Backpapier auslegen und den Rand mit Olivenöl bepinseln.

Nun die restlichen 200 ml Wasser zur Teigmischung geben und nochmals umrühren. Den flüssigen Teig in das vorbereitete Kuchenblech giessen und im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene 20 Minuten backen.

Den weichen Blumenkohl leicht abkühlen lassen und gemeinsam mit den Cashewnüssen und dem Wasser zu einer samtigen Crème pürieren. Die Crème mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Grünkohl waschen und in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden.

Den Tarteboden aus dem Ofen nehmen und mit einem Drittel der Crème bestreichen. Den Grünkohl sowie die Zwiebeln auf der Tarte verteilen und das Ganze mit dem Ahornsirup und etwas Salz besprenkeln. Die Tarte wieder in den Ofen schieben und für weitere 20 – 25 Minuten backen.

Die Feigen waschen, halbieren und in Spalten schneiden. Die Feigenspalten auf der fertig gebackenen Herbsttarte verteilen.
Die Tarte in Stücke schneiden, auf vier Tellern anrichten und mit der übrigen Crème geniessen.


Der Herbst hat definitiv auch seine guten Seiten! Was übrigens meine ganze Familie einstimmig bestätigen konnte. :)


Ich wünsche Euch einen wunderschönen Herbsttag mit ganz viel Genuss!

Alles Liebe Ida

Dienstag, 13. Oktober 2015

Schnelles Kürbischutney mit Granatapfel- und Ahornsirup

Die asiatische Küche punktet bei mir in vielerlei Hinsichten! Ich liebe die Schärfe, die ihre Gerichte beinhalten, die vielen verschiedenen Gewürze, das knackig frische Gemüse, dass in eigentlich jedem Gericht zu finden ist und natürlich die Leichtigkeit die ich immer fühle, nach dem ich etwas asiatisches gegessen habe. Doch da gibt es noch etwas, wofür ich die asiatische Küche wirklich schätze – die Kombination der verschiedensten Geschmacksrichtungen. Schauen wir uns zum Beispiel mal die typisch thailändische Kokossuppe „Tom Kha“ an: Sie ist zugleich, salzig, scharf und sauer. Oder die erfrischenden vietnamesischen Sommerrollen: Sie werden  mit knackigem Gemüse und frischen Kräutern gefüllt und anschliessend in einen sauer-scharfen Dip mit süsslichem Abgang getunkt. Dann gibt es da noch das chinesische Poulet süsssauer, dass die Welt schon längst erobert hat und schon im Namen die Geschmackskombination verrät. Doch was ist mit der indischen Küche, legen die Inder eher Wert auf Gewürze oder trumpfen sie auch mit Spielereien zwischen den Geschmäckern auf? Auf alle Fälle! Die indische Küche bedient sich in ihren Curries gerne an Trockenfrüchten oder es wird eine süsssaure Pflaumensauce zu Samosas und Pakoras gereicht und natürlich gibt es da noch das berühmte Chutney, dem ich mich heute gewidmet habe. Ich habe nämlich einen Teil des riesigen Hokkaidokürbisses, den ich heute Morgen auf dem Markt ergattert habe, zu einem süss-sauer-scharfen Chutney verwandelt. Das Kürbischutney ist ganz einfach zu machen und ein toller Geschmacksverstärker nicht nur für indische Gerichte! :) Mir hat es so gut geschmeckt, dass ich die erste Hälfte einfach so und das übrig Gebliebene zu Basmatireis gegessen habe. Da ich das Chutney möglichst gesund und natürlich haben wollte, habe ich ihm seinen typischen süss-sauren Geschmack, statt mit Zucker und Essig, mit Granatapfelsirup und Ahornsirup verliehen. Dadurch ist das Chutney noch leichter und hat, wie ich finde, einen vollmundigeren Geschmack und kann wirklich ganz ohne Reue genossen werden!  



Rezept ergibt zwei Konfitürengläser voll Chutney

800 g Hokkaidokürbis (in Würfel geschnitten)
1 rote Zwiebel
1 TL Rapsöl
3 EL Granatapfelsirup
3 EL Ahornsirup
2 lange Chilischoten
2 EL Wasser
Salz

Die Zwiebel schälen und fein hacken. In einem Topf die Zwiebel im Rapsöl anschwitzen. Danach die Kürbiswürfel zugeben und kurz mitbraten. Jetzt den Granatapfelsirup, Ahornsirup, das Wasser sowie etwas Salz untermischen. Das Kürbisgemüse auf kleiner Hitze köcheln lassen, bis es die gewünschte Konsistenz erhalten hat (ca. 25 Minuten). Die Chilischoten waschen, in feine Scheiben schneiden und zum Chutney geben. Jetzt das Chutney nur noch kurz köcheln lassen und dann in kleine Schüsseln füllen. Das Chutney passt wunderbar zu den verschiedensten Herbstgerichten, zu indische und thailändischen Curries, zu Reis, Ofengemüse, als Brotaufstrich oder einfach nur so. :)

Anmerkungen: Da ich das Chutney ohne Zucker und Essig gemacht habe, eignet es sich für den frischen Gebrauch und nicht zum Lagern. Das Chutney hält sich einige Tage gut verschlossen im Kühlschrank und kann sowohl warm als auch kalt genossen werden.
Den Granatapfelsirup findet Ihr übrigens in türkischen Feinkostläden.


Ich wünsche Euch viel Spass beim Nachkochen und bin mir sicher, Ihr findet die verschiedensten Verwendungszwecke für dieses schnelle Chutney.

Alles Liebe Ida

Sonntag, 11. Oktober 2015

Knusprige Broccoliwings mit würzigem Tahina-Tomaten-Dip

Broccoli hat ja wahrlich nicht den besten Ruf in unserer Esskultur. In den meisten Gerichten hat Broccoli nur eine kleine öde Nebenrolle und wird völlig verkocht und ungesalzen serviert. Dabei kann Broccoli viel mehr und wenn man ihn richtig zubereitet, merkt man erst, was für ein Schatz sich in ihm verbirgt. Broccoli ist so wandelbar, kann exotisch oder gut bürgerlich sein, ist cremig oder knackig, würzig oder lieblich fein, kann knusprig oder samtig sein. Er hat ein vollmundig nussiges Aroma und ist auch schon roh unglaublich würzig. Ja, Broccoli ist eigentlich geboren um als Hauptdarsteller zu agieren – man muss nur mit ihm umzugehen wissen. Wenn man ihn einmal lieben gelernt hat, will man ihn nie mehr missen und wird regelrecht süchtig. So geht es mir auf jeden Fall! Broccoli gehört zu meinem absoluten Lieblingsgemüse (wobei ich zugeben muss, dass ich eigentlich jedes Gemüse liebe) ;). In meinem heutigen Gericht habe ich den Broccoli zum unbestrittenen Star gemacht. Zu einem Star, der sich stolz in einen würzigen Kichererbsen-Kokos-Mantel hüllt und sich dann in der jubelnden Masse aus frischen Tomaten, Tahin und Sojasauce wälzt, bevor er schliesslich von seinen neu gewonnenen Fans gierig verschlungen wird.


Rezept ergibt eine grosse Partyportion

Für die Broccoliwings
1 Broccoli (ca. 500 g)
100 g Kichererbsenmehl
25 g Kokosraspeln
200 ml Wasser
1 TL Salz
½ TL Kreuzkümmel gemahlen
1 TL Chiliflocken (oder nach Geschmack)
½ TL Paprikapulver
½ TL Majoran getrocknet
 
Ausserdem:
30 g Kichererbsenmehl zum Bestäuben
Zusätzliches Wasser
 
Tahina-Tomaten-Dip
2 Tomaten
2 EL Tahin
2 EL Sojasauce
1 EL Agavendicksaft
Chiliflocken


Den Broccoli waschen, etwas vom Strunk entfernen und dann den Broccoli in die einzelnen Röschen samt Strunk schneiden. Falls die Röschen zu gross sind, diese noch halbieren oder vierteln.

Den Ofen auf 200° vorheizen.

Nun das Kichererbsenmehl (100 g) mit den Kokosraspeln, den ganzen Gewürzen und dem Salz in einer grossen flachen Schale mischen und die 200 ml Wasser unterrühren. Die übrigen 30 g Kichererbsenmehl in einen tiefen Teller geben. Jetzt den geschnittenen Broccoli im Kichererbsenmehl wenden und danach in die Kichererbsenmehl-Wasser-Mischung tunken und die Masse mit den Händen festdrücken (damit es gut hält). Wenn das Kichererbsenmehl zu viel Wasser gezogen hat und die Masse recht fest geworden ist, einfach etwas mehr Wasser zugeben.

Die panierten Broccoliwings auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und im vorgeheizten Ofen ca. 25 Minuten backen. Nach 15 Minuten die Keulen wenden.

 
Inzwischen die Tomaten auf einer groben Röstireibe reiben und das so entstandene Tomatenmus in eine kleine Schüssel füllen. Das Tahin, die Sojasauce und den Agavendicksaft untermischen und den Dip mit Chiliflocken abschmecken.

 
Die gebackenen Broccoliwings auf einem grossen Teller anrichten und mit dem frischen Dip geniessen.

 
Die Broccoliwings sind so einfach und schnell zu machen und haben bis jetzt jeden begeistern können. Also genau der richtige Snack für einen entspannten Partyabend! :)

Alles Liebe Ida
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