Montag, 30. Juli 2018

Fruchtiges Nektarinen-Tiramisu mit Mandelbiskuit und Macadamia-Mascarpone



Einen so beliebten italienischen Klassiker wie Tiramisu fast bis ins Kleinste zu verändern und ihm dabei seinen eigenen Geschmack, Flair und Inspiration unterzujubeln, ist wahrscheinlich schon fast ein Staatsverbrechen. Was ich ja auch verstehe, denn Tiramisu ist wirklich ein tolles Dessert, das eigentlich in sich perfekt ist. Der leicht bittere Kaffeegeschmack verbindet sich fantastisch mit den luftigen Löffelbiskuits und der reichhaltigen und samtenen Mascarponecrème. Zur Abrundung das intensive Kakaopulver und zuletzt ein kleiner Schuss Amaretto oder Marsala machen das Dessert, zum Reinlegen, perfekt! Trotzdem konnte ich es einmal mehr nicht lassen und musste alles auf den Kopf stellen, um meine eigene Vorstellung und Fantasie im Tiramisu auszuleben. 




Denn ich wollte den italienischen Klassiker gerne glutenfrei, ohne raffinierten Zucker, mit frischen Sommerfrüchten und mit einer unverarbeiteten Mascarponecrème haben. Etwas war mir aber trotzdem wichtig und das habe ich auch beibehalten: Die italienische Note des Tiramisus. Diese erzielte ich mit einem feinen Mandelbiskuit, einigen Tropfen Amaretto, mit saftigsten Nektarinen und karamellisierten Nüssen. All die Zutaten wiederspiegeln die italienische Eleganz und Lebensfreude und erinnern an seine Sonne und Wärme. Es blieb also ein italienisches Dessert einfach in neuer Auflage.




Rezept für eine Gratinform 25 cm x 20 cm

Für den Biskuit
1 EL Flohsamenschalen
200 ml Wasser
110 g Hafermehl
110 g gemahlene Mandeln
1 TL Backpulver
½ TL Natron
80 g Ahornsirup
20 g neutrales Öl
½ EL Apfelessig

Für den Mascarpone
150 g Macadamianüsse
150 g Cashewnüsse
50 g Ahornsirup
125 g Mandelmilch (oder andere Pflanzenmilch)
15 g Kokosöl
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Salz
Ev. etwas Amaretto*

Zum Tunken:
100 ml Orangensaft
2 – 3 EL Amaretto*

Ausserdem:
4 Nektarinen
1 EL Ahornsirup

Für die karamellisierten Mandeln
60 g Mandeln
2 EL Ahornsirup

Grobes Meersalz nach Geschmack

Den Ofen auf 200° vorheizen.

Die Flohsamenschalen in einer kleinen Schüssel im Wasser ca. 5 Minuten quellen lassen. Inzwischen in einer grösseren Schüssel das Hafermehl mit den gemahlenen Mandeln, dem Natron und Backpulver mischen. Jetzt alle flüssigen Zutaten samt der Flohsamen-Wasser-Mischung unter die trockenen Zutaten mischen.

Eine grosse Tarteform (32 cm Ø) oder ein Backblech mit einem Backpapier belegen, etwas mit Kokosöl einstreichen und dann die Biskuitmischung darauf gleichmässig verteilen. Falls Ihr den Teig auf einem Backblech verteilt, nicht das ganze Blech bedecken, so dass der Teig etwa 7 mm – 1 cm dick bleibt.

Den Biskuit im vorgeheizten Ofen ca. 25 Minuten goldbraun backen.

Inzwischen für den Mascarpone die eingeweichten Nüsse gut abtropfen und dann mit den übrigen Zutaten im Mixer zu einer feinen Mascarponecrème pürieren. Wer möchte kann schon in den Mascarpone etwas Amaretto mischen.

Den fertig gebackenen Biskuit auskühlen lassen und dann in ca. 2 cm breite und 10 cm lange Stücke schneiden.

Die Nekatarinen waschen, halbieren, den Stein entfernen und dann in kleine Würfel schneiden und in einem tiefen Teller mit dem Ahornsirup marinieren.

Nun den Orangensaft in einem tiefen Teller mit dem Amaretto mischen.

Die erste Hälfte der Biskuitstücke im Orangensaft wenden und dann in einer Tarteform (25 cm x 20 cm) auf dem Boden auslegen. Jetzt eine Schicht Mascarpone darauf verteilen und diese mit der Hälfte der gewürfelten Nektarinen bedecken.

Die übrigen Biskuitstücke in der Orangensaftmischung wenden und auf den Pfirsichen verteilen. Den restlichen Mascarpone darauf schichten und dann mit den übrigen Nektarinen bedecken.

Das Tiramisu im Kühlschrank kalt stellen.





Inzwischen die Mandeln grob hacken und in einer beschichteten Pfanne kurz anrösten den Ahornsirup und etwas grobes Meersalz dazugeben und ganz kurz noch auf dem Herd lassen, bis die Nüsse mit dem Ahornsirup ummantelt sind und keine Flüssigkeit mehr in der Pfanne ist.

Die karamellisierten Mandeln kurz vor dem Servieren auf dem Tiramisu verteilen und dann das Tiramisu am besten wie die Italiener mit einem Espresso geniessen oder einem Amaretto Sour geniessen.

*Anmerkungen: Wer kein Alkohol im Tiramisu haben möchte, kann anstelle von Amaretto auch einfach einige Tropfen Bittermandelöl verwenden oder es ganz weglassen.








Und übrigens heisst Tiramisu ja übersetzt «zieh mich hoch» und dazu verführt dieses Dessert auf jeden Fall. Der Löffel wurde bei mir mehrfach durch das ganze Dessert hochgezogen und dann genüsslich geschlemmt!






Einen herrlichen Genuss wünsche ich Euch!

Alles Liebe
Ida

Kommentare:

  1. Moin, liest sich verwendungsfähig, um es zum 62. der Meinen auszuprobieren!
    Verwendest Du Nektarinen und Pfirsiche synonym (in der Überschrift das eine, im Rezept das andere), d.h. ist das egal? Ich hätte sowieso Pfirsiche verwendet, die finde ich aromatischer.
    Wenn ich es ausprobiere werde ich berichten.

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    1. Vielen Dank für Deinen Kommentar liebe Conny! Das wär mir natürlich eine Ehre, wenn mein Tiramisu an Deinem 62. Geburtstag kredenzt wird. :) Da hat sich ein Fehler eingeschlichen, ich habe es nämlich schon mit Pfirsichen und Nektarinen gemacht und funktioniert beides wunderbar. Also ganz nach Deinem Geschmack machen. :) Liebe Grüsse und ein wundervolles Fest!

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