Mittwoch, 13. Juni 2018

Tandoori Tofu mit würzigen Naan-Broten aus Kochbananen


Die indische Küche und mich verbindet eine Jahrzehnte lange Liebe! Ich liebe einfach so vieles an ihr. Da wären zum Beispiel die vielen verschiedenen Gemüsesorten, die in der indischen Küche gekonnt verarbeitet und oftmals stolz als Mittelpunkt einer Mahlzeit präsentiert werden. Daher muss man auch nie lange suchen, um ein von sich aus veganes Gericht zu finden (vorausgesetzt, man tauscht die indische Butter „Ghee“ aus).
Doch nicht nur die Zubereitung von Gemüse beherrschen die Inder. Allgemein verstehen sie es, Lebensmittel auf etliche Weisen zu verarbeiten und durch verschiedene Zubereitungsarten ihre  Gerichte variantenreich zu gestalten. Doch am allermeisten – und dafür ist die indische Küche bekannt – liebe ich natürlich die ganzen Gewürze und Chilis, die in keinem indischen Gericht fehlen dürfen. Ja, bei den Gewürzen stimmt es wirklich. Denn sogar ihren Süssspeisen und Getränken verleihen die Inder mit Hilfe von Gewürzen, wie zum Beispiel Zimt oder Kardamom, eine einzigartige Note.

Einem Paradegericht dieser einzigartigen Küche, welches genauso wie alle anderen indischen Gerichte, mit den Gewürzen steht und fällt, habe ich mich heute gewidmet: Tandoori Tofu. Oder auch Tofu Tandoori genannt, ist ein zuerst lange in einer Joghurt-Gewürzmarinade eingelegter und geschnittener Tofu, den ich auf Spiesse gesteckt, stark gegrillt habe. Ganz Original kennt man Tandoori-Gerichte eher als Fleischvarianten und statt auf dem Grill, werden sie im Tandooriofen gebacken. Einen Tandoori-Ofen habe ich leider nicht, Fleisch möchte ich natürlich nicht und da wie gesagt, die Gewürze in diesem Gericht sowieso das Wichtigste sind, war ich so frei und habe die Spiesse mit Tofu gemacht. Weil ich eh schon dabei war, dem Original meinen eigenen Touch zu verleihen, habe ich für die Marinade an Stelle von veganem Joghurt Kokosmilch verwendet. Die Kokosmilch mit ihrer leichten Süsse, schmiegt sich hervorragend an die Gewürze und gibt dem Ganzen eine besonders feine Note. Ein weiteres Highlight des heutigen Gerichtes sind auch die Naan-Brote. Denn die habe ich, nicht wie im herkömmlichen Rezept aus Weizenmehl gemacht, sondern ausschliesslich aus Kochbananen. Bei meiner Green Pizza habe ich Euch schon von dem Kochbananen-Teig, der nicht nur glutenfrei und vegan ist, sondern auch super natürlich, paleo-tauglich und kalorienarm daherkommt, vorgeschwärmt. Ich lege Euch wirklich ans Herz, dies auszuprobieren, denn auch in Form von Naans, machen sich die Kochbananen einfach göttlich.








Und nun genug Werbung, hier kommt das Rezept: :)

Rezept ergibt drei bis vier Portionen 

Für die Naan-Brote
2 mittelreife gelbe Kochbananen (geschält 450 g)
1 ½ TL Salz
1 EL Kokosöl (geschmolzen)
1TL Backpulver
½ grüne Chilischote
1 Handvoll Koriander
1 Frühlingszwiebel 

Für die Tandoori Mischung
1 TL Koriandersamen
1 TL Kreuzkümmel
2 Nelken
1 Sternanis
5 Kardamomkapseln
1 TL Kurkuma (gemahlen)
1 TL Zimt (gemahlen)
½ TL Muskat (gemahlen)
2 -3 getrocknete rote Chilis
1 Tomate
1 EL Tomatenmark
3 EL Kokomsilch
1 EL Zitronensaft
1 TL Salz
1 TL Paprikapulver

Ausserdem:
1 fester Tofu (400 g)
100 ml Wasser
Öl zum Braten





Für die Tandoorimischung alle Gewürze bis und mit dem Muskat in eine beschichtete Bratpfanne geben und auf mittlerer Hitze kurz anrösten, bis es zu duften beginnt. Die Gewürze vom Herd nehmen und im Mixer mit den getrockneten Chilischoten zu einem feinen Pulver mahlen.
Die Tomate waschen, in Würfel schneiden und mit den übrigen Zutaten zu dem Gewürzpulver geben und zu einer crèmigen Paste pürieren.

Den Tofu in ca. 2 x 2 cm grosse Würfel schneiden und mit der Tandooripaste in einer Schüssel mischen. Den Tofu zugedeckt im Kühlschrank mindestens 2 Stunden ziehen lassen.

Für die Naan-Brote den Ofen auf 200° vorheizen.

Die geschälten Kochbananen in Stücke schneiden und mit dem Salz und Kokosöl im Mixer zu einem geschmeidigen eher flüssigen Teig pürieren.

Die Frühlingszwiebel, Chilischote und Korianderblätter waschen und fein schneiden. Mit dem Kochbananenteig in eine Schüssel geben und das Backpulver untermischen.

Ein mit Backpapier belegtes Blech mit Kokosöl einfetten. Jetzt 3 – 4 Esslöffel Naan-Teig auf das Backpapier geben und den Teig kreisförmig, dünn ausstreichen. Mit dem restlichen Teig ebenso fortfahren und dabei achten, dass zwischen den Teigen genügend Abstand ist, so dass sie beim Backen nicht aneinander kleben. Ich habe die Naans in zwei portionen gebacken.

Die Naan-Brote im vorgeheizten Ofen 10 Minuten backen, wenden und nochmals 5 – 10 Minuten fertig backen.

Den restlichen Teig gleich verarbeiten.





Jetzt die Tofuwürfel auf Grillspiesse stecken. Eine Grillpfanne oder Grillschale mit Öl einfetten und die Tandoori-Spiesse grillieren, bis sie die gewünschte Farbe erhalten haben.





Die restliche Tandooripaste mit 100 ml Wasser aufkochen, falls nötig nachwürzen und in eine kleine Schüssel füllen.

Die grillierten Tandoori-Spiesse mit den Naan-Broten, der Sauce und wer möchte mit etwas geschnittenem Gemüse servieren und geniessen.

Anmerkungen: Die Kochbananen können am einfachsten mit Hilfe eines Messers geschält werden.

Je grüner die Kochbananen sind, desto weniger süss und mehr Stärke haben sie. Ich habe die Naan sehr gerne, aus mittel reifen Kochbananen. Wenn Ihr lieber grünere Kochbananen mögt, muss beim Mixen eventuell etwas Wasser hinzugefügt werden.  

Falls die Naan-Brote eher knusprig sein sollen, einfach länger im Ofen lassen.

Wer keinen leistungsstarken Mixer hat, kann die Gewürze auch alle schon gemahlen nehmen und zusammenmischen.

Die Tandoori-Spiesse können auch direkt auf dem Grill grilliert werden, dann tropft einfach die Sauce etwas runter.






Viel Vergnügen im Gewürzparadies und viel Spass beim Nachkochen! :)

Alles Liebe 
Ida

Kommentare:

  1. also in das Naan hab ich mich verliebt - steht sofort auf dem Plan! Tolle Idee. Gut dass ich letztens so viele Kochbananen gekauft habe :-D hihi.
    Herzliche Grüße aus D
    Vegana

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    1. Seh ich das richtig? 6 Naan bei 2 Kochbananen?

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    2. Ja!!! Ich habe mich auch total in die Naan-Brote verliebt! Sie werden Dir bestimmt schmecken! Ja, bei mir gab es 6 ca. 15 cm Durchmesser.

      Ganz liebe Grüsse

      Ida

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