Sonntag, 29. März 2015

Veganes Palak Paneer (ohne Tofu)

Die indische Küche fasziniert mich, und zwar vor allem wegen der unüberblickbaren (oder besser unüberschmeckbaren) Vielfalt an Gewürzen :D Von Methi, Jeera, Amchoor Powder und Co. Kann ich einfach nie genug kriegen! Wenn man richtig indisch kochen will, kommt man nie mit zwei oder drei Gewürzen aus, stattdessen braucht man eine kleine Prise von ganz vielen verschiedenen, um das perfekte Aroma hinzubekommen. Das heutige Rezept ist ein klassisches indisches Gericht, doch die Herausforderung dabei liegt nicht in der richtigen Würze, sondern im traditionellen indischen Käse, der dazugehört. Sucht man im Internet nach veganen Rezepten für den sogenannten Paneer, muss man leider feststellen, dass er eigentlich immer durch Tofu ersetzt wird. Ihr wisst, dass ich Tofu mag, aber Paneer ist meiner Meinung nach schon nochmal was anderes :D Einer muss ja immer den Anfang machen und deswegen habe ich jetzt meinen eigenen veganen Paneer kreiert! Im Grundsatz besteht er nur aus Sojamilch und Zitronensaft, diese beiden Zutaten sind jedoch so perfekt aufeinander abgestimmt, dass sowohl Geschmack als auch Konsistenz absolut authentisch sind. In Verbindung mit dem kulinarisch in Szene gesetzten Spinat sorgt dieser Leckerbissen ganz einfach für ein Gefühl der Lebendigkeit! Als wäre man gerade beim Verhandeln am Markt auf den Strassen Neu-Delhis :P  

 
Rezept für zwei Personen

Für den Paneer
1 l Sojamilch
10 EL Zitronensaft
 
Für das Palak Paneer
200 g Paneer
1 TL Kokosöl

1 Zwiebel 2 Knoblauchzehen (optional)
1 Tomate
1 Stück Ingwer (ca. 2 cm)
1 TL Kokosöl
350 g Blattspinat (gefroren)

10 Curryblätter ½ TL Kreuzkümmelsamen
½ TL Kurkumapulver
1 TL Chilipulver
2 TL Garam Masala
1 ½ TL Amchoor Pulver (Mangopulver) oder Zitronensaft

Salz

100 ml Kokosmilch 100 ml Wasser
1– 2 grüne Chilischoten (scharf)



Für den Paneer die Sojamilch in einem grossen Topf mit dem Zitronensaft aufkochen und dann etwa 15 Minuten stehen lassen. Wenn die Sojamilch noch nicht etwas milchig aussieht und nicht fest genug ausgeflockt ist, die Milch ein zweites Mal aufkochen.

Ein Sieb mit einem Baumwolltuch auslegen und die ausgeflockte Milch in das Tuch giessen.

Das Ganze abtropfen lassen und sobald die Masse nicht mehr zu heiss ist, das Tuch mit den Händen gut ausdrücken.

Den Paneer im Baumwolltuch zu einem flachen Käselaib formen. Den Paneer immer noch im Tuch zurück ins Sieb legen, ein Teller darauf platzieren und das Ganze mit einem schweren Gewicht beschweren (zum Beispiel mit einem mit Wasser gefüllten Krug). Unter das Sieb eine Schüssel stellen, damit das austropfende Wasser in die Schüssel tropft. Dieses Konstrukt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Falls der Paneer schon sehr fest ausgedrückt wurde, kann es sein, dass kein Wasser mehr raustropft. Trotzdem muss er über Nacht so festgedrückt werden, damit er sich danach gut schneiden lässt und nicht auseinanderfällt.

Am nächsten Tag den Paneer aus dem Baumwolltuch wickeln und mit einem scharfen Messer in Würfel schneiden.



In einer beschichteten Bratpfanne einen Teelöffel Kokosöl erhitzen und den Panner darin langsam anbraten. Den Paneer entweder von allen Seiten nur kurz braten oder wer es kross mag, ihn schön bräunen.



Für das Palak den Spinat auftauen und dann klein hacken. Die Zwiebel, die Knoblauchzehen und den Ingwer schälen und ebenfalls hacken. Die Tomate waschen, den Strunk entfernen und in Würfel schneiden.

Den zweiten Teelöffel Kokosöl erhitzen und die Kreuzkümmelsamen und Curryblätter darin etwa eine Minute anbraten. Jetzt die Zwiebel, Knoblauchzehen, den Ingwer, sowie das Kurkumapulver, Chilipulver, Garam Masala und etwas Salz zugeben.
 
 


Das Ganze auf mittlerer Hitze glasig braten. Nun die Tomaten zugeben und weiter braten, bis sie zerfallen sind.
 
Jetzt den Spinat untermischen und etwa 5 Minuten köcheln lassen. Das Palak mit der Kokosmilch und dem Wasser auffüllen und mit dem Amchoor Pulver oder einigen Spritzern Zitronensaft würzen.
 
Die grünen Chilischoten in Scheiben schneiden und ebenfalls unter das Palak mischen. Alles mit Salz abschmecken.
 
Die gebratenen Paneerwürfel ins Palak geben und mitkochen, bis sie heiss sind.
 


Das Palak Paneer mit Basmati Reis oder Gewürzhirse servieren.

Genauso powervoll wie dieses indische Traditionsgericht, soll Euer Start in die neue Woche sein!
 

P.S. Neu könnt Ihr mir jetzt auch per Email folgen (linke Side-Bar), damit Ihr nie mehr einen neuen Post verpasst! ;)

Alles Liebe Ida
 

Kommentare:

  1. Das sieht ganz wunderbar aus!
    Ich hätte da nur eine Frage: ist es nicht so, dass Tofu eben aus Soja hergestellt wird?
    Und Paneer aus Milch?

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    1. Vielen Dank! Doch Tofu wird schon aus Soja hergestellt aber Tofu schmeckt anders als dieser indische Frischkäse und im Internet findet man nur vegane Paneer Alternativen aus Tofu und das schmeckt dann eben nicht original :) Das habe ich gemeint... ;)

      Ganz liebe Grüsse

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    2. Ich verstehe!
      Dann muss ich den Sojapaneer auch mal ausprobieren, normalen hab ich schon gemacht.
      Dank dir für die Inspiration:)

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    3. Cool das freut mich und sehr gerne :)

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  2. Klasse Idee mit dem veganen Paneer aus Sojamilch. Meinst Du,
    das funktioniert auch mit anderen Pfkanzendriks?

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    1. Das hab ich mich auch gerade gefragt und an köstlichen Mandelpaneer gedacht! :) Ich glaube, damit es ausflockt, muss die Milch einen bestimtmen Eiweißgehalt haben, aber das kann man ja auf der Packung ablesen und notfalls einfach mal testen. ;)

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    2. Ja, das mit dem Eiweissgehalt denke ich eben auch... aber wenn Ihr es ausprobiert freue ich mich sehr über Eure Erfahrungen! :) Mandelpaneer klingt toll:)

      Liebe Grüsse

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  3. Wow eine wunderbare Idee, veganes Paneer..das muss schnellst möglich getestet werden=) Danke für die tolle Inspiration!
    LIebe Grüsse,
    Krisi

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    1. Vielen Dank! Das würde mich sehr freuen :) viel Spass dabei und ganz liebe Grüsse

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  4. Hey,
    Super Idee und klasse Rezept.
    Denkst du, der paneer hält sich auch ein wenig im Kühlschrank?

    Beste Grüße

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  5. WOW - eine super idee... vielen dank für das rezept... ich dachte schon, ich muss auch mein indisches leib-und-magen-gericht als veganer verzichten.....

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    1. Wie schön, das ist toll, dass ich Dir eine Freude machen kann! :) Palak Paneer ist wirklich vieeeel zu lecker, um darauf verzichten zu können :)

      Liebe Grüsse Ida

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